Karlsfelder Triathlon 2017

Am 16.07.2017 startete ich beim Karlsfelder Triathlon. Es war mein zweites Rennen über die Olympische Distanz dieses Jahr und ein weiterer Vorbereitungswettkampf für die Challenge Walchsee

… und diesmal lief es viel besser als am Chiemsee vor ein paar Wochen. Vielleicht lag es schon daran, dass die Sonne schien.

Wettertechnisch waren schon mal die besten Voraussetzungen gegeben:

Trocken, angenehm warm, aber nicht zu heiß, kühl genug für Neoerlaubnis; kein Sturm, kein Platzregen – von allen Wetterkapriolen verschont geblieben.

Auf Grund von durchwachsenen Trainingswochen war ich gar nicht sicher, ob ich überhaupt starten sollte und hätte schon fast abgesagt. Am Vortag habe ich mich dann spontan dazu entschieden, trotzdem zu starten und einfach Spaß zu haben.

Also hieß es Sonntag Morgen mal wieder 04:00 Uhr aufstehen, im Halbschlaf die Tasche zu packen (und nichts zu vergessen!), das obligatorische Wettkampffrühstück (einen warmen Hafer-klumpen-brei) irgendwie runter zu bekommen und den Sonnenaufgang an der S-Bahn-Station zu genießen.

Entweder sah ich so gut aus oder es ist doch ungewöhnlich, dass Leute um 06:00 Uhr morgens, wenn die anderen vom Feiern kommen, mit Triathlonsack und -pack, Triathlonrad und Sportgetränk in der S-Bahn durch München zu fahren.

Am Wettkampfort angekommen, traf ich Freundinnen, die auch starteten und deren Supporter, die so lieb waren, mich ebenfalls mit Gepäck, Fotografieren usw. zu unterstützen. Supporter sind so so wichtig und ich bin für jede/n, der sich das antut, den ganzen Tag an der Strecke zu stehen, unermüdlich anzufeuern, die Taschen rum zu tragen und mit beruhigenden Worten die Aufregung zu nehmen so so dankbar.

Ihr wisst gar nicht, was für einen riesigen Beitrag Ihr an den Erfolgen von den Teilnehmern leistet!

Pünktlich zum Start der Gruppe mit den pinken Badekappen, zu der auch ich gehörte, hatten wir uns in den Neo gezwängt, das Wasser getestet und die letzten Motivationsumarmungen empfangen. Dann ging es los.

Schwimmen:

Der Karlsfelder See, in dem geschwommen wurde, war sehr sauber und klar. Mit knapp 20 Grad am Morgen auch total angenehm. Nur die weißen Bojen waren irgendwie nicht so gut zu erkennen, jedenfalls für mich. Aber laut Garmin bin ich gar keinen so großen Umweg geschwommen.

Wechsel 1:

Beim Wechsel aufs Rad habe ich gefühlt ewig gebraucht, aus dem Neo zu kommen. Lag aber auch daran, weil ich gleich mehrere Sachen auf einmal machen wollte. Geht halt nicht.

Radfahren:

Die Radstrecke war sehr schnell. Für uns wurde extra ein Stück von der Bundesstraße gesperrt, die man in zwei Runden auf und ab fahren musste, nachdem man aus dem Ort heraus war. Ich hatte überraschender Weise sehr gute Beine und konnte von Anfang an gut drücken. Teilweise bildeten sich große Trauben von Fahrer/Innen und somit musste man bezüglich Windschattenfahren echt aufpassen, aber auch das habe ich gut gemeistert. Die Strecke hatte zudem die Besonderheit, dass sie statt den üblichen 40km 6 km länger war.

Wechsel 2:

Der ging schon schneller. Musste ja nur die Schuhe tauschen und den Helm ablegen. Meine Wechselkünste mit den Schuhen am Rad konnte ich diesmal jedoch nicht zeigen, weil es verboten war, die Schuhe am Rad zu lassen.

Laufen:

Die Laufstrecke war auch zwei Runden und im Gegensatz zum restlichen Rennen nicht so ansprechend. Nach einer halben Runde im Stadion ging es über einen Trampelpfad durch ein kurzes Stück mit Zuschauern und dann einen Radweg entlang. Nach ca. 2,5 km eine Kehrtwende und dann gings wieder zurück. Das ganze zweimal. Zum Schluss lief man ins „Stadion“ auf der Bahn ein und konnte sich von den vielen Zuschauern die letzten Meter tragen lassen.

 

Völlig zufrieden, trotz nicht so optimaler Vorbereitung, mit einer Zielzeit von 02:39 Std. einem 4. Platz in der AK, 15. Frau gesamt und einem 2. Platz mit der Teamwertung von Team Erdinger Alkoholfrei habe ich mir das verdiente Erdinger und den leckeren veganen Kuchen im Ziel schmecken lassen.

 

6. EBERL Chiemsee Triathlon 2017

Am Sonntag war es endlich soweit: der erste Triathlonwettkampf des Jahres und der war aufregend!!!
1. kommt es anders und
2. als du denkst!
Zur Vorbereitung auf die Challenge am Walchsee stand also eine Olympische Distanz (1,5 km schwimmen, 40 km Radfahren, 10 km laufen) auf dem Plan. Schon zu Beginn der Saison habe ich mich für den Chiemsee Triathlon entschieden, weil es nach einem tollen Wettkampf mit geiler Kulisse geklungen hat.
Das Wettkampfwochenende hat gut gestartet. Bei der Autovermietung bin ich schon an einen netten Mitarbeiter gelangt, der absolutes Verständnis dafür hatte, dass der Transport von zwei hochgeliebten Triathlonrädern im Seat Leon etwas umständlich werden könnte und mir deshalb ein Upgrade auf einen triathlontauglichen Kombi gegeben. Ist ja immer ein Haufen Zeug, was man für so einen Wettkampf braucht. Um nichts zu vergessen, habe ich auch ungefähr 10.000 Mal die Triathlonpackliste im Internet gecheckt. Sicher ist Sicher!
Der Bike Check-In war diesmal schon am Vortag. Das war ziemlich cool, weil man sich schon vorher treffen, die Starter auf der Volksdistanz anfeuern und die Wettkampfatmosphäre aufsaugen konnte. War alles ziemlich vielversprechend. Der Chiemsee brachte wirklich Urlaubsstimmung auf. Die hielt nur leider nicht so lange an. Nach der Pasta-Party ging es dann schnell nach Hause und ins Bett. Man muss ja fit und ausgeschlafen für den Wettkampftag sein. Das klingt immer so einfach und ich kann ja echt immer schlafen, aber auch ich hab noch ein paar Minuten gebraucht, um nochmal zu überlegen, ob ich auch wirklich nichts vergessen habe…
Wettkampftag: Um 05:00 Uhr klingelte der Wecker
da denke ich jedes Mal: Ey, warum machst Du das eigentlich?!
Egal, bleibt keine Zeit zum Nachdenken. Raus aus dem Bett, Frühstücken und los geht’s – nur keinen Stress machen, der kommt so  und so früh genug. Hat auch nicht lange auf sich warten lassen… In der Wechselzone angekommen, habe ich festgestellt, dass ich mein Hinterrad mit den neuen Laufrädern nicht richtig aufpumpen kann. Niemand um mich herum hatte eine Lösung. Gut, dann eben mit der Hand pumpen, Finger einzwicken und dann eben mit halbvollem Reifen fahren. Die Sonne hatte sich an dem Morgen noch nicht blicken lassen und pünktlich zum Start zog ein Sturm auf – ein richtiger Sturm! Und der Chiemsee verwandelte sich in eine raue See und ich hatte ein Déjà-vu vom Triisland: nee, bitte keine Wellen! Der Schwimmstart rückte immer näher und ich hatte die Abgabe meines After-Race-Beutels verpasst. Da stand ich da mit dem Beutel mit der Wärmekleidung, Handy und Mietwagenschlüssel und mir blieb nichts anderes übrig, als ihn am Schwimmstart öffentlich liegen zu lassen und zu hoffen, dass er später noch da ist. Auch schon egal.
Dann rein ins aufgewühlte Wasser, das wärmer war, als die Luft und sogar so warm, dass man keinen Neo tragen durfte. Und schon ging es los. Die erste Hälfte war ein Kampf gegen die Wellen rauswärts, die zweite Hälfte ein Kampf mit den Wellen wieder zurück. ähm… wo ist eigentlich der Schwimmausstieg? Das mit den Bojen zur Orientierung hat auch nur semigut funktioniert.
In meine Gedanken hat Dori (aus dem Film „Findet Nemo“) gesungen:
„schwimmen schwimmen – einfach schwimmen…“
Der Chiemsee war wirklich nicht besonders nett zu uns.
Raus aus dem Wasser ist mir erstmal aufgefallen, dass der Reißverschluss meines nicht so gut passenden Trisuit bis zum Bauchnabel aufgegangen ist und nicht mehr halten wollte. Schöner Anblick für alle Zuschauer: ich fix und fertig und halb nackt – will doch keiner sehen! Egal weiter geht’s. Wechsel aufs Rad lief super und dann gib ihm! Ok das mit dem Vollgas Radfahren war bei dem Wind und mittlerweile eingesetztem Dauerregen auch nicht so toll. Der Regen wie Nadelstiche im Gesicht und die Fahrbahn sehr rutschig. Da war safety first die bessere Devise.
Und trotzdem standen sie da – die Zuschauer, die ebenfalls völlig durchnässt, aber gut gelaunt und unermüdlich jede/n Athlet/in anfeuerten. Da war das Wetter auf völlig nebensächlich, bei so guter Stimmung.
Zurück in der Wechselzone bin ich erstmal barfuß auf etwas hartes, vermutlich eine Schraube gestiegen. Somit waren die ersten (Kilo-)Meter beim Laufen etwas schmerzhaft und irgendwie konnte ich mich trotz der netten Zuschauer und meinen persönlichen Anfeuerungsrufen nicht mehr motivieren voll mitzugehen und bin die erste Runde viel zu langsam gelaufen. Für einen kleinen Zielsprint hat es noch gereicht. Nach 02:51 Std. habe ich mit meiner langsamsten Zeit auf der OD gefinished und hatte trotz aller (Wetter-)Widrigkeiten einen sehr sehr schönen Wettkampf.
Die familiäre Atmosphäre, die Starbesetzung, die gute Laune bei Helfern und Zuschauern, die tolle Organisation – das alles und noch viel mehr trug dazu bei, dass es wirklich ein schönes Event und einzigartiges Erlebnis war, bei dem ich gerne wieder dabei bin. Vielen Dank an den Veranstalter von Wechselszene. Nächstes Mal vielleicht mit ein bisschen Sonnenschein!
ChiemseeTriathlon - 40km80kmRAD

POWERMAN Mallorca 2017

Während meines  Trainingslagers im Triathloncamp Mallorca fand er POWERMAN Mallorca 2017 statt.

Ohne zu wissen, was dabei neben den Distanzen auf mich zu kommt, habe ich mich voller Euphorie ein paar Wochen zuvor dazu angemeldet. Fail!

Wettkämpfe vorher besser mal abchecken!

5 Tage Training und einige Radkilometer hatte ich schon in den Beinen, fühlte mich aber nach einem „Ruhetag“ mit einem lockeren Lauf fit. Als ich früh morgens aufwachte und aus dem Fenster sah, erwartete uns aber alles andere als schönes Wettkampfwetter. Nach einem nächtlichen Gewitter fegte ein Sturmtief über die Insel und ließ das Meer toben. Eigentlich schön – nicht aber, wenn man noch laufen und Radfahren will und das möglichst schnell!

Den Vormittag konnten wir uns noch beim Rennen der Profis auf der „normalen“ Distanz vertreiben. Diese mussten auf allen Disziplinen die doppelte Entfernung absolvieren und hatten wirklich noch mit den Ausläufern der Schlechtwetterfront zu kämpfen.

Bis zu unserm Start nachmittags ist es zum Glück wieder besser geworden und pünktlich kam die Sonne durch. Rad war eingecheckt, Wechselzone eingerichtet und wir, also meine TrainingskollegInnen aus dem Camp, versuchten uns vor dem Start irgendwie warm zu laufen und zu halten, was bei dem Wind echt schwierig war. Um 14:30 Uhr startete die erste Gruppe mit den Männern, 5 Minuten später waren die Frauen dran. Als ich mich an der Startlinie so umsah, stand ich gefühlt mitten in einer Profi-Duathletinnen-Gruppe. Alle hatten so tolle Anzüge, wo ihr Name auf den Hintern gedruckt war und wurden vom Sprecher einzeln und mit ihren Top-Erfolgen gefeiert.

Nun gut, durch so was lassen wir uns ja mal überhaupt nicht einschüchtern….Nein….oder doch?!?

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Vor uns lagen 5 km laufen / 30 km Radfahren / 5 km laufen, die sogenannte Sprintdistanz. Gelaufen wurde an der Strandpromenade in Can Picafort. Mein Plan war die Läufe mit einer Pace von 04:45 Min/km zu absolvieren und dies konstant auch beim zweiten Lauf durchzuziehen. Und beim Radfahren einfach Vollgas!

Startschuss – und los!

Laufen

Ich ließ mich gleich mitreißen von dem Tempo der Mädels, merkte aber schnell, dass ich in der Spitzengruppe nur bedingt mithalten konnte, jedenfalls unter dem Hintergrund, dass ich ja noch Radfahren und nochmal schnell laufen muss. Also ließ ich sie laufen und machte mein eigenes Tempo – immer schön am Strand entlang erst mit Rücken – und dann mit Gegenwind…

Radfahren

Wechseln klappte gut. (Man musste sich ja nicht aus dem Neo quälen, sondern nur aus den Laufschuhen) Dann die große Frage: Mit Windjacke oder ohne? Ich entschied mit dafür – ein Fehler, wie ich schnell merkte. Ich fühlte mich ein bisschen wie ein Fallschirm. Und ein Triathlon- oder Zeitrad wäre gerade bei den Windbedingungen von Vorteil gewesen.

Laufen

Auch das zweite Mal wechseln ging problemlos. Rein in die Laufschuhe – und ab. Mittlerweile machte sich ein bisschen die Vorbelastung bemerkbar. Immer wieder versuchte ich, das Tempo zu erhöhen, musste aber feststellen, dass die Körner langsam schwanden. Somit versuchte ich einfach das Tempo zu halten und ins Ziel zu bringen – was mir gut gelang. Klar, wäre es cool gewesen, hier nochmal an die Zeit vom 1. Lauf heranzukommen, aber ich bin so auch mehr als zufrieden.

Letztlich konnte ich nämlich einen sehr guten 2. Platz in meiner Altersklasse erzielen und darüber freue ich mich sehr.

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Insgesamt war es echt ein toller Wettkampf, der durch sein Ambiente total Spaß gemacht hat. Ersten ist Mallorca einfach wunderschön. Der Start lag direkt vor unserem Hotel, sodass die Wege kurz waren. Die Laufstrecke an der Strandpromenade hat natürlich absolutes Flair. Die Radstrecke war einfach: einmal ins Landesinnere und zurück – auch für mich bestand keine Möglichkeit sich zu verfahren.

 

Und hier nochmal alles in Zahlen:

Gesamtplatzierung 161
Platzierung in der AK (F35) 2
Gesamtzeit: 01:48:35 Std.
1. ) 5 km  Laufen :      21:31 Min.
2.) 30 km  Rad :    01:02:15 Std.
3.) 5 km Laufen :      22:56 Min.

 

Ich freu mich schon auf die nächsten Wettkämpfe und darüber, Euch davon zu berichten.

Gröbenzell läuft 2017 – und ich mit

Was macht man denn an einem spontan freien Sonntag?

Genau: laufen!

Und wo?

Am besten dort, wo man Freunde treffen kann!

Also habe ich am Samstag den Trainer kurzfristig dazu genötigt, den Trainingsplan fürs Wochenende umzuschmeißen. Mit seinem Go stand ich dann am Sonntag morgen um 10:30 Uhr mit der lieben Fahnie in Gröbenzell beim Gröbenzeller Halbmarathon an der Startlinie.

 

Wegen der Ratschen musste die Aufwärmphase verkürzt werden, was später fatale Folgen hatte… Na gut, vielleicht oder mehr wahrscheinlicher lag es generell an der nicht vorhanden Vorbereitung auf den Lauf. Die Tage vorher war nur Arbeit, damit verbunden viel Stehen und Sitzen angesagt. Nachlässiger Weise habe ich das Dehnen und blackrollen auch ausgelassen. Daraus habe ich gelernt:

Das mache ich nicht mehr!

Der Halbmarathon bestand aus drei Runden á 7km. Man konnte sich vorher entscheiden, wie viele Runden man laufen wollte. Ich habe mich für zwei entschieden. Allerdings hätte ich schon gerne nach einer Runde wieder aufgehört. Meine Oberschenkel wollten einfach nicht. Das hatte zur Folge, dass ich nach den ersten 5 km immer langsamer und die Beine immer schwerer wurden. Dazu kam noch der Scheiß Wind. Jedes Mal, wenn ich um die Ecke bog, hoffte ich auf etwas Rückenwind, stattdessen kam die Böe wieder von vorne…

Aber ich sag Euch:

Aufgeben ist keine Option!

Deshalb habe ich mich durchgekämpft. Nach meinen zwei Runden blieb ich stehen, weil ich dachte, ich wäre fertig. Weil mir das komisch vorkam, habe ich einen Streckenposten gefragt, ob hier das Ziel sei. „Nein, du musst noch 200m weiter laufen!“ schrie er und zeigte mir den Weg. Ok, so findet man auch ohne Orientierung, dafür mit 30 Sekunden Zeitverlust ins Ziel. Überraschender Weise als 2. Frau gesamt.

Na damit kann man trotz der Widrigkeiten doch ganz gut leben! 😉

Thermenmarathon in Bad Füssing

Am Sonntag, 05.02.2017 stand der erste Wettkampf der Saison an. Der

Thermenmarathon in Bad Füssing

Nachdem es noch ganz am Anfang der Saison für mich war, kam für mich nur die 10km-Distanz in Frage. Da ich aber so voll motiviert ins Training gestartet bin, habe ich schon viel von dem Lauf erwartet.

Das Tapering

In der Woche vor einem Wettkampf geht man immer in die Taperingphase über. Das bedeutet, dass die Trainingsintensität und -umfänge weniger werden und man erholt in den Wettkampf gehen kann.

Grundsätzlich wäre das auch bei mir der Plan gewesen. Mein Ich hat mir jedoch einen Strich durch die Rechnung gemacht.

Ich Held habe mich nämlich im Trainingsplan „verlesen“… Und so kam es, dass ich in der eigentlichen Taperingwoche  5x 1km statt 5x 1 Min. Intervalle gelaufen bin. Nach der Einheit war ich so platt, dass ich schon überlegt hatte, ob ich den Rückweg mit der U-Bahn antrete. Hab mich dann doch irgendwie noch heim geschleppt. Und weil das noch nicht genug war, folgte am nächsten Tag statt einem geplantem Ruhetag ein Treppenlauf mit Zusatzgewicht in der Arbeit. Danach waren meine Beine im A… also kaputt und ich müde. Die zwei verbliebenen Tage haben zur kompletten Regeneration leider nicht mehr gereicht.

Der Wettkampf

Gut, es sind ja „nur“ 10km! Stell Dich nicht so an, da kannste schon mal Vollgas geben. Mit dieser Einstellung bin ich also am Sonntag frühmorgens nach Bad Füssing aufgebrochen. 01:45 Std. Fahrzeit sind vor einem Wettkampf einfach zu viel und ich habe für mich gelernt, dass auch bei so einer vermeintlich „kurzen“ Strecke (sowohl Fahrt- als auch Laufstrecke) eine Übernachtung vorher sehr sinnvoll und fürs nächste Mal unbedingt einzuplanen ist.

Frühstück fällt ja vor so einem Event auch immer eher mäßig aus. (Ich schreibe darüber nochmal ausführlich.) Und so fuhr ich mit meinem Tee to go der aufgehenden Sonne entgegen.

Dort angekommen, erwartete mich wunderschöner Sonnenschein und richtig warme Temperaturen. Ich traf meine lieben Trainingsfreundinnen Andrea und Fahnie. Wir holten die Startunterlagen und liefen uns ein. Es klappte alles wunderbar und machte schon jetzt den Eindruck, dass es sich um einen super organisierte Veranstaltung handelt.

Wie immer verfliegt die Zeit bis zum Start total schnell und schon ging es los.

Ich hatte einen super Start und konnte mit einer Pace von 04:32 Min/km über die ersten 2-3 km loslaufen. Doch dann meldeten sich die Oberschenkel und ich wurde immer langsamer. Um dem entgegenzuwirken, versuchte ich mich an Läufer vor mir zu orientieren und mich evtl. ein bisschen ziehen zu lassen, bis ich wieder auf Kurs war. Jedoch waren die teilweise sehr unerfahren und schwankten selbst mit Konstanz und Geschwindigkeit, sodass kein Rhythmus aufkam. Die Kilometer 4-7 waren schon echt anstrengend und ich war vom Kopf her auch nicht bereit, mich nochmal voll reinzubeißen. Erst zum Schluss hin gelang es mir, nochmal einen schnellen Kilometer drauf zu setzen. Nach 47:57 Min. kam ich letztlich ins Ziel.

Im Ziel erwartete mich eine tolle Verpflegungsstation mit allem, was das Herz begehrt. Essen, Erdinger alkoholfrei, und sogar noch eine Massage. Da alle anderen ja die HM oder Marathondistanz liefen, konnte ich den ganzen Service genießen, weil ja noch nicht viele im Ziel waren. Im Startplatz mit inbegriffen, war auch der Eintritt in die Johannesbadtherme. Dort konnte man nach dem Lauf noch schön entspannen und das ganze Angebot genießen.

Es war ein wirklich toller Wettkampf. Alles war gut organisiert, die Helfer waren soooo freundlich und bei dem schönen Wetter war es einfach klasse. Auch wenn ich gerne etwas schneller gewesen wäre, bin ich im Nachhinein voll zufrieden und freue mich, so einen schönen Tag gehabt zu haben.

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Spaß vor dem Start

Und: Der Termin für nächstes Jahr ist schon im Kalender eingeplant!

Mein Jahresrückblick 2016

Fast wäre das Jahr ohne meinen Rückblick zu Ende gegangen, aber das kann ja nicht sein. Ihr wartet doch bestimmt schon ganz sehnsüchtig auf das Resümee 😉

Eigentlich fand ich es gar nicht so schlecht, dieses 2016, aber wenn ich so drüber nachdenke, welche grandiosen Erfolge ich Euch nun berichten soll, fällt mir ehrlich gesagt nicht all zu viel ein…

Schauen wir uns das mal genauer an:

Laufen

Gesamt 1.181,4 km

Gesamtkalorien 76.123

Radfahren

Gesamt 1.095,5 km

Gesamtkalorien 30.348

mit 330 km der August Platz 1

Schwimmen

Gesamt 85,13 km

Gesamtkalorien 18.196

Ok, ich hatte zu Beginn des Jahres die wahnsinnig geniale Idee mit triathlonspezifischem Krafttraining in die Saison zu starten. Auch deshalb, weil ich eine 10er Karte für ein Fitnessstudio geschenkt bekommen habe. Und es war eine doofe Idee, denn ich habe mir erstmal den Muskelkater meines Lebens geholt. Ist ja nicht so, dass ich noch nie Krafttraining gemacht habe, aber das war echt schlimm….

Zur gleichen Zeit bin ich auch in den Marathontrainingsplan eingestiegen, denn da war ich noch fest davon überzeugt, den Hamburg Marathon zu laufen und meine Marathonbestzeit zu verbessern. Deshalb lässt sich der Februar auch als laufintensivster Monat mit 160 km verzeichnen oder auch, weil ich mich mal wieder das ein oder andere Mal im Wald verlaufen habe. (Soll ja ab und zu vorkommen bei mir)

Dann musste ich jedoch eingestehen, dass das mit den anstehenden Abschlussprüfungen nicht so vereinbar war. Der Startplatz lies sich doch relativ schnell verkaufen und der Marathon war abgesagt.

Meinen ersten Erfolg des Jahres konnte ich dann Ende Februar beim Bike&Run mit einer lieben Freundin und Trainingskollegin mit einem tollen 3. Platz verbuchen. Und der Wettkampf hat trotz eisiger Kälte richtig Spaß gemacht.

Der Fokus war ab sofort wieder aufs Triathlontraining und die Vorbereitung auf die olympische Distanz im Juni ausgerichtet.

Anfang April hatte ich das Glück, dass ich ganz unverhofft eine Leistungsdiagnostik bei Heidi Leisner gewonnen habe. Das sollte meinem Training eine noch professionellere Note geben. Dazu brauchte ich jedoch noch das passende Equipment und so ist „ALEX“ ( so heißt meine Garmin 920xt Triathlonuhr) in mein Leben getreten. Es war Liebe auf den Blick und wir sind seitdem unzertrennlich – ja auch nachts nicht!

Die Vorbereitung lief weiter ganz gut, nur die Zeit zum Radfahren fehlte, weshalb ich öfters auf die Rolle ausweichen musste. Das führt dazu, dass ich zwar mit Radfahren insgesamt über 30.000 Kalorien verbrannt habe, jedoch nicht mehr Kilometer als beim Laufen zusammen brachte. Und das ist echt erschreckend wenig.

Im Alternativtraining habe ich meine Erfahrung um das Höhlenklettern erweitern dürfen. Das war ziemlich anstrengend, aber auch sehr spannend und spaßig!

Im Mai startete ich erstmals beim WingsforLifeWorldrun, ein Charity-run für Leute, die nicht laufen können. Ich habe 20 km geschafft und hatte auch hierbei viel Spaß.

Dann kam eine kleine Flaute. Ich musste erfahren, was so ein Vitamin und Eisenmangel für Auswirkungen hat. Unabhängig dessen kamen außerdem noch zwei glimpfliche Stütze mit dem Rad dazu. Lief bei mir. NICHT.

Zu allem Überfluss hatte ich bei meinem „Hauptwettkampf“ das erste DNF zu verzeichnen. Zu kalt, zu nass, zu wenig Radkilometer, zu viel Wade… es hat nicht sein sollen. Vielleicht auch ein Zeichen, sich aufs berufliche zu konzentrieren. Nachdem da alle Hürden gemeistert waren, konnte ich den Spätsommer sehr genießen, nach Lust und Laune Radfahren und einen tollen 3. Platz bei der spontanen Teilnahme des Triathlons in München gewinnen.

Nach guten zwei Monaten mit weniger Training, einem Monat Off-Season und der Neujustierung meiner Ziele und so beschloss ich, dass ich die neue Saison ganz dem Triathlon widmen will. Und dazu habe ich mir professionelle Unterstützung in Sachen Training geholt.

Und jetzt könnt ihr gespannt sein, was ich im nächsten Jahr alles geplant habe, denn das verrate ich Euch im nächsten Blogartikel im neuen Jahr 😉

Stadtlauf Nürnberg 2016

Alle Jahre wieder…

Gestern war also wieder der Nürnberger Stadtlauf von Sportscheck. Es ist schon fast ein Ritual, dass ich dort teilnehme. Zudem hatte ich einen Startplatz von Team Erdinger Alkoholfrei bekommen und somit stand ein Start  gar nicht in Frage. Allerdings sollte es dieses Jahr nur der 10km Lauf sein.

 

Explizit vorbereitet habe ich mich auf diesen Lauf nicht, was natürlich nicht heißt, dass ich nicht trainiert habe! Natürlich hatte ich mit der Triathlonsaison genug Trainingseinheiten absolviert und in den letzten Wochen auch vermehrt aufs Laufen gesetzt, jedoch gab es keine spezifische Vorbereitung auf den 10km Wettkampf.

 

Reichlich unmotiviert war ich morgens. Am liebsten wäre ich bei dem einsetzenden Herbstwetter mit einer Tasse Tee und einem guten Buch im Bett geblieben und hätte den Blätter beim Tanzen zugeschaut. Aber

dazu bin ich eben zu sehr Sportler,

als dass ich die Faulheit siegen lassen könnte. Deshalb machte ich mich dann doch auf zum Start.

Es war ziemlich ungemütlich, kühl und später setzte auch noch ein leichter Regen ein. Perfektes Wettkampfwetter. Nicht. Ich war unschlüssig, ob ich meine dünne Windjacke abgeben oder anbehalten sollte. In Anbetracht der langen Schlange an der Gepäckaufbewahrung entschied ich mich für Letzteres.

 

Diesmal habe ich gecheckt, dass es eine Aufteilung des Starterfeldes in Startblöcken gibt und mich schon gefreut, dass ich mich nicht wieder von hinten durch die Menschenmassen kämpfen muss. Wahr wohl nichts. Denn es gab zwar Startblöcke, jedoch sind doch alle gleichzeitig gestartet und ich stand mal wieder viel zu weit hinten.

Bin mal gespannt, wann ich daraus lerne…

Es war wieder ein Spießrutenlauf, bis ich endlich etwas Platz für meine eigene Pace hatte. Meine neuen Laufschuhe, die ich mir vor kurzem bei der Laufbox – dem besten Laufschuhdealer geholt hatte, fühlten sich sehr gut an und sollten mich über die 10km Distanz fliegen lassen. (ausführlicher Testbericht zu den Schuhen folgt natürlich bald!)

 

Beim Start umgab mich eine ziemlich heftiger Schweißgeruch, was mich immer denken lässt:

Waschen die Leute ihre Sportklamotten nie, oder was?

Zum Glück konnte ich dieser Wolke schnell entfliehen, doch dann wartete der nächste Fail:

Piiieeep -Akku Schwach

Nein! Das darf doch nicht wahr sein. Meine Garmin Uhr war nicht geladen – was für ein Anfängerfehler! Ich hoffte, dass sie vielleicht doch noch genug Saft hatte, um bis zum Schluss durchzuhalten.

 

Die ersten 5km liefen dann doch ganz gut und ich konnte meine Pace von 04:48 min/km ganz gut halten. Ich war überrascht, wie schnell die ersten 5km vergingen. Doch dann wurde der Regen stärker und beim kurzen Stück „Bergab“ war es ziemlich rutschig. Danach habe ich versucht, noch etwas Gas zu geben, merkte jedoch, dass mein rechter Oberschenkel nicht so richtig mitspielen wollte. Und dann: Akku leer – und tschüss Pulsuhr! Jetzt musste ich auf mein Laufgefühl vertrauen, da ich schon das Ziel hatte, die 10km mindestens unter 50 Min. zu finishen. Ich verzichtete auf Grund des kühlen Wetters auf die Getränkestationen; die Distanz sollte auch ohne gehen. Die letzten Kilometer wurden dann noch etwas härter, auch, weil ich nicht genau wusste, wie ich in der Zeit lag…

 

Als ich auf die Zielgerade einbog, sah ich schon die Uhr, die ein paar Sekunden über 50 Min. zeigte. Etwas enttäuscht setzte ich dann noch noch zum Schlusssprint an und wurde mit einem Schlag ins Gesicht von dem Läufer neben mir, der beim Zielfoto die Hände heben wollte, belohnt.

Das Wetter lud weiterhin nicht zum Verweilen in der Ziel- und Verpflegungszone ein, sodass ich mir schnell etwas zu trinken und mein wohl verdientes Erdinger Alkoholfrei holte.

Denn eigentlich ist das Bier im Ziel der einzig wahre Grund, warum ich überhaupt an diesen Wettkämpfen teilnehme!

Manch einer behauptet, man könne das auch im Laden kaufen. Schmeckt aber nur halb so gut!

Etwas unzufrieden machte ich mich auf den Heimweg, um schnellstmöglich in der Badewanne zu regenerieren. Als ich meine Ergebnisse im Internet nachrecherchierte, vielen mir zwei Dinge auf:

  1. Es waren keine 10 sondern 10,5km und somit habe ich meine Zielzeit von 50 Min. um lockere 2 Minuten unterboten und war mit einer ganz guten Pace bis zum Schluss unterwegs.
  2. Der Lauf war als 10,5km „Familien-Jogginglauf“ bezeichnet! Also war ich als alleinige 10km-Wettkämpferin völlig fehl am Platz…

 

Fazit:

again what learned…

um es mit Lothar Matthäus Worten auszudrücken!