Challenge Wasserschlacht Walchsee

Ich weiß gar nicht, wie und wo ich anfangen soll – so geflasht bin ich noch von den Eindrücken… aber erstmal der Reihe nach:
Zunächst muss ich sagen, dass mein Verhältnis zum Wettergott oder Frau Holle oder wer auch immer dafür verantwortlich ist, wohl nicht so gut ist. Ich sollte daran arbeiten..

 

Na gut, aber für mich kein Grund mein lang ersehntes Saisonhighlight in Frage zu stellen. So brachen wir im strömenden Regen mit Triathlongepäck von der Größe, womit andere drei Wochen Urlaub machen, für das Wochenende am Walchsee auf.

 

Im schönen Kaiserwinkl angekommen, wäre im Nachhinein vielleicht noch ein Schlauchboot ganz nett gewesen.
Nach der Wettkampfbesprechung, Startunterlagen abholen und Messebesuch musste ich meinen armen Benni (mein Triathlonrad) dann doch seinem nassen Schicksal in der Wechselzone überlassen und hoffen, dass es bis zum Morgen nicht weggeschwemmt wurde.

 

Was ich so mitbekommen habe, waren die Veranstalter und Sicherheitsbehörden die ganze Nacht unterwegs und haben viel gearbeitet, damit der Wettkampf nicht ganz oder teilweise abgesagt werden musste. Nachdem jedoch über Nacht keine Wetterbesserung in Sicht war, trafen sie die einzig richtige Entscheidung, die Schwimmstrecke zu verkürzen und die gefährlichen Stellen auf der Radstrecke rauszunehmen.

 

Nach einer unruhigen Nacht erreichte mich die Nachricht beim spartanischen Wettkampffrühstück. Klar, war ich kurz enttäuscht, dass meine erste Mitteldistanz nun keine „echte“ Mitteldistanz sein würde, irgendwie war ich aber auch erleichtert, denn nicht starten wäre für mich keine Option gewesen.
Auf dem Weg zur Wechselzone kamen mir genügend Athleten mit ihren Rädern entgegen, die sich anders entschieden hatten. Vielleicht war für die das Rennen nicht so wichtig – für mich war es das! Immerhin hatte ich mich über 9 Monate intensiv darauf vorbereitet, mein Leben zumindest in den letzten Wochen bewusst nach dem Trainings ausgerichtet und ich hatte einfach mega Bock zu starten. Auch wenn es Eiswürfel geregnet hätte. Ok, vielleicht hat es das – zumindest hat es sich teilweise so angefühlt.

 

Wie immer geht dann kurz vor dem Start alles viel zu schnell:
Neo an, einschwimmen
Hilfe wo ist der Start
ahh ich muss auch noch in den Startblock
oh da ist das Wasser
bin ich jetzt schon drin
wieso ist das so nass hier
ach schwimmen ist schon schön
hey das ist ein Wettkampf – schwimm schneller
ok, wo ist nochmal die Boje
ich seh sie nicht mehr- hmm schwimm ich halt mal gerade aus
hey warum schwimmen die Menschen so schief oder bin ich das
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Schwimmstart

und schwups ist die erste Disziplin schon rum. Dafür dauerte der erste Wechsel gefühlt mindestens genauso lange. Das Wechselzelt voll und dämpfig, zu viele Athleten, die irgendwie versuchten, alles was sie hatten, anzuziehen und ein bisschen trocken zu werden, um sich dann durch die Massen zu kämpfen. Ok, geschafft. Rad nehmen und los! Und weil ich mittlerweile so ein Wechselprofi bin, natürlich mit Schuhen am Rad. Nur blöd, wenn du am Aufsteigen bist und der vor die ne Vollbremsung reinhaut, du auf ihn auffährst, umfällst und alle denken, du bist zu blöd, zum Aufsteigen. Die Gummis sind bei dem Unfall gerissen und es ist nie gut wenn Gummis reißen 😉 Also Schuhe ausklicken, anziehen und erneut aufsteigen. Nach den ersten Kilometern merkte ich schon, dass irgendwas am Rad nicht stimmte, außer dass die Muskeln auf Grund der Nässe und 8 Grad-Kälte nicht wollten. Bergauf ging gar nix. Da blieb nur anhalten und nachgucken. Das Vorderrad blockierte komplett, weil das Rad bei dem Unfall auf die Bremse gefallen war. Mit meinen laienhaften Kenntnissen habe ich versucht, das irgendwie wieder hinzubiegen. Nächster Fahrversuch – ok funktionierte nicht. Wieder musste ich anhalten. Da ich mit meinen Reparaturkenntnissen am Ende war, blieb nur noch: mit Raddefekt aussteigen oder die Bremse vorne aufmachen. Ich entschied mich für das Risiko und Variante zwei. Das bedingte natürlich eine vorsichtigere Fahrweise, aber bei dem Regen war eh keine Vollgas möglich. Nach der ersten Runde dachte ich auf Grund meiner mittlerweile eingefrorenen Füße darüber nach, vielleicht doch aufzuhören. Aber NEIN, jetzt hatte ich ja schon die Hälfte – jetzt wird das auch durchgezogen.
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Radstrecke mit mega schöner Kulisse

Beim Laufen hat es letztlich 7 km gedauert, bis ich meine Füße wieder gespürt habe und gefühlt nicht nicht mehr auf faustgroßen Kieselsteinen lief. Durch die klammen Finger war es mir am Rad nicht möglich, die erforderlichen Gels zu mir zu nehmen, weil das koordinativ einfach nicht mehr ging. Die Kälte tat ihren Beitrag dazu, dass ich auf der Laufstrecke echt schon Zielich mitgenommen war. Die geplante Pace war dann nicht mehr drin, aber ich konnte ohne große Probleme die vier Runden um den schönen Walchsee laufen.
Ca. 800m vor dem Ziel läuft man über eine Mini-Kuppe und bekommt einen wunderbaren Blick auf die Wechselzone. Schon allein dafür ist es das wert.
Irgendwie war der Zieleinlauf dann weniger spektakulär, als ich mir das erhofft hatte, allerdings machte mich die Medaille dann schon sehr stolz.
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Zieleinlauf

Die widrigen Wetterumstände machten jeden Finisher zum großen Helden an diesem Tag!
Nicht minder viel Respekt verdienen die Athleten, die auf Grund von Unterkühlung etc. das Rennen vorzeitig beenden mussten und die vielen durchnässten Zuschauer, die uns unermüdlich an der Strecke anfeuerten und zuletzt die Helfer, an der Verpflegungsstelle, Streckenposten oder im Hintergrund, die alles versucht haben, aus den Bedingungen das Beste für die Athleten zu machen. Wenn ich an den kleinen Jungen im Wechselzelt denke, der mir die Socken angezogen hat, weil das mit meinen kalten Händen nicht mehr selbst konnte, bekomme ich fast ein bisschen Pipi in den Augen. Falls Ihr das lest, vielen Dank an Euch alle! Ihr habt den Wettkampf zu einem mega-persönlichen Erlebnis für mich und viele andere gemacht!
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Mittlerweile habe ich mich wieder aufgewärmt, alle Gliedmaßen sind aufgetaut und noch dran und ich mich kann glücklich und zufrieden darüber freuen, dass ich das Ding unter 5 Std. (04:59 Std.) gerockt habe.

Und bald geht es weiter zu neuen Zielen – dazu bald mehr! Bleibt gespannt!
Eure Mimi

Karlsfelder Triathlon 2017

Am 16.07.2017 startete ich beim Karlsfelder Triathlon. Es war mein zweites Rennen über die Olympische Distanz dieses Jahr und ein weiterer Vorbereitungswettkampf für die Challenge Walchsee

… und diesmal lief es viel besser als am Chiemsee vor ein paar Wochen. Vielleicht lag es schon daran, dass die Sonne schien.

Wettertechnisch waren schon mal die besten Voraussetzungen gegeben:

Trocken, angenehm warm, aber nicht zu heiß, kühl genug für Neoerlaubnis; kein Sturm, kein Platzregen – von allen Wetterkapriolen verschont geblieben.

Auf Grund von durchwachsenen Trainingswochen war ich gar nicht sicher, ob ich überhaupt starten sollte und hätte schon fast abgesagt. Am Vortag habe ich mich dann spontan dazu entschieden, trotzdem zu starten und einfach Spaß zu haben.

Also hieß es Sonntag Morgen mal wieder 04:00 Uhr aufstehen, im Halbschlaf die Tasche zu packen (und nichts zu vergessen!), das obligatorische Wettkampffrühstück (einen warmen Hafer-klumpen-brei) irgendwie runter zu bekommen und den Sonnenaufgang an der S-Bahn-Station zu genießen.

Entweder sah ich so gut aus oder es ist doch ungewöhnlich, dass Leute um 06:00 Uhr morgens, wenn die anderen vom Feiern kommen, mit Triathlonsack und -pack, Triathlonrad und Sportgetränk in der S-Bahn durch München zu fahren.

Am Wettkampfort angekommen, traf ich Freundinnen, die auch starteten und deren Supporter, die so lieb waren, mich ebenfalls mit Gepäck, Fotografieren usw. zu unterstützen. Supporter sind so so wichtig und ich bin für jede/n, der sich das antut, den ganzen Tag an der Strecke zu stehen, unermüdlich anzufeuern, die Taschen rum zu tragen und mit beruhigenden Worten die Aufregung zu nehmen so so dankbar.

Ihr wisst gar nicht, was für einen riesigen Beitrag Ihr an den Erfolgen von den Teilnehmern leistet!

Pünktlich zum Start der Gruppe mit den pinken Badekappen, zu der auch ich gehörte, hatten wir uns in den Neo gezwängt, das Wasser getestet und die letzten Motivationsumarmungen empfangen. Dann ging es los.

Schwimmen:

Der Karlsfelder See, in dem geschwommen wurde, war sehr sauber und klar. Mit knapp 20 Grad am Morgen auch total angenehm. Nur die weißen Bojen waren irgendwie nicht so gut zu erkennen, jedenfalls für mich. Aber laut Garmin bin ich gar keinen so großen Umweg geschwommen.

Wechsel 1:

Beim Wechsel aufs Rad habe ich gefühlt ewig gebraucht, aus dem Neo zu kommen. Lag aber auch daran, weil ich gleich mehrere Sachen auf einmal machen wollte. Geht halt nicht.

Radfahren:

Die Radstrecke war sehr schnell. Für uns wurde extra ein Stück von der Bundesstraße gesperrt, die man in zwei Runden auf und ab fahren musste, nachdem man aus dem Ort heraus war. Ich hatte überraschender Weise sehr gute Beine und konnte von Anfang an gut drücken. Teilweise bildeten sich große Trauben von Fahrer/Innen und somit musste man bezüglich Windschattenfahren echt aufpassen, aber auch das habe ich gut gemeistert. Die Strecke hatte zudem die Besonderheit, dass sie statt den üblichen 40km 6 km länger war.

Wechsel 2:

Der ging schon schneller. Musste ja nur die Schuhe tauschen und den Helm ablegen. Meine Wechselkünste mit den Schuhen am Rad konnte ich diesmal jedoch nicht zeigen, weil es verboten war, die Schuhe am Rad zu lassen.

Laufen:

Die Laufstrecke war auch zwei Runden und im Gegensatz zum restlichen Rennen nicht so ansprechend. Nach einer halben Runde im Stadion ging es über einen Trampelpfad durch ein kurzes Stück mit Zuschauern und dann einen Radweg entlang. Nach ca. 2,5 km eine Kehrtwende und dann gings wieder zurück. Das ganze zweimal. Zum Schluss lief man ins „Stadion“ auf der Bahn ein und konnte sich von den vielen Zuschauern die letzten Meter tragen lassen.

 

Völlig zufrieden, trotz nicht so optimaler Vorbereitung, mit einer Zielzeit von 02:39 Std. einem 4. Platz in der AK, 15. Frau gesamt und einem 2. Platz mit der Teamwertung von Team Erdinger Alkoholfrei habe ich mir das verdiente Erdinger und den leckeren veganen Kuchen im Ziel schmecken lassen.

 

Triathloncamp im Hotel Sandwirth

Letztes Wochenende hatte ich die Ehre, am Sportaktiv Triathloncamp des Triathlonhotel Sandwirth in Klagenfurt teilnehmen zu dürfen – und es war ein voller Erfolg!
Da die Wochen vorher auf Grund meiner Verletzung lauf- und trainingstechnisch schwierig waren und damit auch die Motivation langsam sank, kam das Triathloncamp genau zur richtigen Zeit und ich freute mich schon sehr darauf.

Tag 1

Donnerstag in der Früh wäre es dann endlich soweit: Alle Fahrräder ins Auto schmeißen…ähm ich mein sanft reinlegen und los! Bei strahlendem Sonnenschein kam ich in Kärnten an. Das sollte nur Gutes verheißen. Nach einem kurzen get together war schon klar, dass es eine harmonische Gruppe mit unterschiedlichsten Sportlern werden wird. Vom Sprint-Rookie bis zum erfahrenen Ironman war alles vertreten. Um keine Zeit zu verlieren, brachen wir sofort, eingeteilt in zwei Leistungsgruppe, zur ersten Radausfahrt auf. Geführt von unserem Coach und besten Trainer der Welt, Mario Kapler, erkundeten wir einen großen Teil der Ironmanstrecke Austria. Bis auf die vielen GTI-Rowdies war es einen tolle Strecke rund um den Wörthersee. Nach guten 85 km erwartete uns ein After-Rad-Snack, liebevoll angerichtet, im Hotel. Vorher hieß es jedoch noch Koppellauf! Verletzungsbedingt waren da bei mir nur 3 zügige Kilometer drin.  Anschließend gab es noch eine ausgiebig Dehneinheit unter Anleitung.
 
Dann erfolgte die Begrüßung durch die Mitveranstalter, das Sportaktiv Magazin und Compress Sport.
 
Schwups war auch schon Zeit zum Abendessen, das wir zusammen an einer großen Tafel einnehmen durften. Es war so lecker. Das Hotel bietet wunderbares veganes Essen an, sowohl beim Frühstück waren vegane Aufstriche, Müsli, Sojamilch, Magarine und vieles mehr bereitgestellt. Das Abendessen übertraf meinen bisherigen Genuss veganer Speisen. So lecker und abwechslungsreich habe ich schon lange bis gar nicht mehr gegessen. Schon allein deswegen ist das Hotel einen Besuch wert.
Für den ersten Tag waren alle gut gefordert und fielen zufrieden ins Bett. Denn auch das Programm für den nächsten Tag versprach Einiges!

Tag 2

Wir starteten mit einem Morgerun. Auch der fiel bei mir sehr kurz aus. Die kurze Aktivität in der Morgensonne war sehr schön. Danach schmeckt das leckere Frühstück auch gleich noch besser. Nach dem Frühstück ging es zu einer etwas längeren Radausfahrt über gute 90 km durch das Kärntner Land. Wunderschöne Landschaft, eine Einkehr am Klopeiner See (den man einfach mal gesehen haben muss),  vorbei an der Sehenswürdigkeit Burg Hochosterwitz  zurück durch das Tal hinter unserem Guide Robert, genannt auch „The Green Wall“, der uns im Windschatten mit rekordverdächtiger Geschwindigkeit nach Hause führte. Strava-QOM lässt grüßen.
Dann warteten die After-Rad-Snacks auf uns. Echt ein Wahnsinn, was da für ein Service geboten wurde. Viel Zeit blieb jedoch nicht, denn es wartete noch eine Yogastunde mit Ella Schwaiger-Fleckl. Auch diese Einheit hat perfekt gepasst, so wie der Rest des Camps auch. Nachdem mein letzter Yogakurs schon etwas her war, war das ganz schön anstrengend und Nachwehen vorprogrammiert. Aber das war schnell vergessen am nächsten Morgen 😉
     

Tag 3

Morningswim Wörthersee – ein Wahnsinn.
Die Stimmung an dem vielversprechenden Sommertag war einfach wundervoll. Bei Sonnenaufgang morgens um 7 Uhr in den ca. 18 Grad warmen See hüpfen und dem Sonnenaufgang entgegen schwimmen war ein wahnsinniges Erlebnis. Es war eine ganz besondere Stimmung. Ok, das gegen die Sonne schwimmen sollte man nicht unterschätzen. Ein Camp-Teilnehmer und ich sind wie zwei Seehunde aufgetaucht und haben ganz schön komisch geguckt, als wir vor lauter Sonnenstrahlen unser Ziel aus den Augen verloren hatten. Auch eine Erfahrung, die man mal gemacht haben muss. Ansonsten haben wir auch hier einiges gelernt. Das richtige Schwimmen im Freiwasser und orientierten nach vorne Atmen sowie der Umgang mit evtl. Schwierigkeiten wie Brillenverlust etc.
Nach dem Frühstück hieß es für Freiwillige Alternativtraining: Minigolf! Mit mehr Glück als golferischem Können habe ich die Partie haushoch gewonnen oder der Coach hat uns gewinnen lassen – man weiß es nicht so genau 😉
Im straffen Zeitplan folgte am Nachmittag eine Trainingseinheit mit Laufschule und -technik. Zu Beginn erfuhren wir, was so ein bisschen Beweglichkeilstraining und Dehnen vor dem Training ausmacht und wie viel besser sich das Laufen danach anfühlt. Nach der Lauftechnikeinheit ging es zum Wechseltraining. Etwas, was ich bisher immer vor mir her geschoben und zugunsten anderer Trainingseinheiten vom Plan gestrichen habe. Heute also Premiere und es war genial. Nicht nur das klassische Koppeltraining war Programm, vielmehr wurden wir in die Geheimnisse des perfekten Wechsels eingeweiht.
Und weil´s noch nicht genug war, bekamen wir am Abend noch einen sehr informativen Vortrag zum Thema Wettkampfernährung.
  

Tag 4

Und zack – war´s schon der letzte Tag. Der sollte nicht weniger gut werden. In der Früh starteten wir, alle brav nüchtern, mit einem Schwimmtraining im Hallenbad. Auch hier habe ich neue Technikübungen erlernt (und ich dachte, ich kenne schon so ziemlich alle) und wie man beim Schwimmen koordinativ an seine Grenzen stoßen kann.
Auch eine regenerative Radausfahrt war noch drin durchs schöne Kärntner Land und bildete einen wunderbaren Abschluss der vergangenen mega tollen Tage.
 
In der Verabschiedungsrunde wartete noch eine Überraschung auf uns. Zur erfolgreichen Teilnahme am Camp, bekamen wir noch einen Pokal von der lieben Helvig, Inhaberin des Hotel Sandwirth und selbst aktive Triathletin, überreicht. Mit einem Lächeln im Gesicht über dieses tolle Camp machten wir uns auf die Heimreise. Die Motivation, daheim weiter zu machen und das gelernte umzusetzen, war sehr groß und kam für mich genau zur richtigen Zeit.
Es war so so so toll. Ich bin so geflasht. Das Trainingsprogramm war zu keiner Sekunde langweilig. Es hat wieder einmal gezeigt, das Triathlon ein ganzheitlicher Sport und Lifestyle ist. Mit nur Kilometerfressen beim schwimmen, Radfahren und laufen ist es nicht getan. Die Vielfalt an Technik bei den einzelnen Disziplinen und Abwechslung, die dieser Sport bietet, haben wir in kurzer Zeit erfahren. Beim Schwimmen das Techniktraining im Hallenbad und die Übungen im Freiwasser bei Sonnenaufgang. Die Lauftechnikschule genauso, wie der Morgen- oder Koppellauf.
Ich habe in so kurzer Zeit wirklich so eine Menge gelernt!
Wenn Ihr mal so ein richtig tolles Triathloncamp erleben wollt, kann ich Euch dieses professionell gestaltete und betreute Camp nur wärmsten empfehlen.
Und das sage ich aus voller Überzeugung und nicht weil ich das „muss“. Mein Blog ist ein persönlicher Blog und nicht kommerziell, deshalb bin ich völlig frei und ehrlich in meiner Bewertung.

Mein Jahresrückblick 2016

Fast wäre das Jahr ohne meinen Rückblick zu Ende gegangen, aber das kann ja nicht sein. Ihr wartet doch bestimmt schon ganz sehnsüchtig auf das Resümee 😉

Eigentlich fand ich es gar nicht so schlecht, dieses 2016, aber wenn ich so drüber nachdenke, welche grandiosen Erfolge ich Euch nun berichten soll, fällt mir ehrlich gesagt nicht all zu viel ein…

Schauen wir uns das mal genauer an:

Laufen

Gesamt 1.181,4 km

Gesamtkalorien 76.123

Radfahren

Gesamt 1.095,5 km

Gesamtkalorien 30.348

mit 330 km der August Platz 1

Schwimmen

Gesamt 85,13 km

Gesamtkalorien 18.196

Ok, ich hatte zu Beginn des Jahres die wahnsinnig geniale Idee mit triathlonspezifischem Krafttraining in die Saison zu starten. Auch deshalb, weil ich eine 10er Karte für ein Fitnessstudio geschenkt bekommen habe. Und es war eine doofe Idee, denn ich habe mir erstmal den Muskelkater meines Lebens geholt. Ist ja nicht so, dass ich noch nie Krafttraining gemacht habe, aber das war echt schlimm….

Zur gleichen Zeit bin ich auch in den Marathontrainingsplan eingestiegen, denn da war ich noch fest davon überzeugt, den Hamburg Marathon zu laufen und meine Marathonbestzeit zu verbessern. Deshalb lässt sich der Februar auch als laufintensivster Monat mit 160 km verzeichnen oder auch, weil ich mich mal wieder das ein oder andere Mal im Wald verlaufen habe. (Soll ja ab und zu vorkommen bei mir)

Dann musste ich jedoch eingestehen, dass das mit den anstehenden Abschlussprüfungen nicht so vereinbar war. Der Startplatz lies sich doch relativ schnell verkaufen und der Marathon war abgesagt.

Meinen ersten Erfolg des Jahres konnte ich dann Ende Februar beim Bike&Run mit einer lieben Freundin und Trainingskollegin mit einem tollen 3. Platz verbuchen. Und der Wettkampf hat trotz eisiger Kälte richtig Spaß gemacht.

Der Fokus war ab sofort wieder aufs Triathlontraining und die Vorbereitung auf die olympische Distanz im Juni ausgerichtet.

Anfang April hatte ich das Glück, dass ich ganz unverhofft eine Leistungsdiagnostik bei Heidi Leisner gewonnen habe. Das sollte meinem Training eine noch professionellere Note geben. Dazu brauchte ich jedoch noch das passende Equipment und so ist „ALEX“ ( so heißt meine Garmin 920xt Triathlonuhr) in mein Leben getreten. Es war Liebe auf den Blick und wir sind seitdem unzertrennlich – ja auch nachts nicht!

Die Vorbereitung lief weiter ganz gut, nur die Zeit zum Radfahren fehlte, weshalb ich öfters auf die Rolle ausweichen musste. Das führt dazu, dass ich zwar mit Radfahren insgesamt über 30.000 Kalorien verbrannt habe, jedoch nicht mehr Kilometer als beim Laufen zusammen brachte. Und das ist echt erschreckend wenig.

Im Alternativtraining habe ich meine Erfahrung um das Höhlenklettern erweitern dürfen. Das war ziemlich anstrengend, aber auch sehr spannend und spaßig!

Im Mai startete ich erstmals beim WingsforLifeWorldrun, ein Charity-run für Leute, die nicht laufen können. Ich habe 20 km geschafft und hatte auch hierbei viel Spaß.

Dann kam eine kleine Flaute. Ich musste erfahren, was so ein Vitamin und Eisenmangel für Auswirkungen hat. Unabhängig dessen kamen außerdem noch zwei glimpfliche Stütze mit dem Rad dazu. Lief bei mir. NICHT.

Zu allem Überfluss hatte ich bei meinem „Hauptwettkampf“ das erste DNF zu verzeichnen. Zu kalt, zu nass, zu wenig Radkilometer, zu viel Wade… es hat nicht sein sollen. Vielleicht auch ein Zeichen, sich aufs berufliche zu konzentrieren. Nachdem da alle Hürden gemeistert waren, konnte ich den Spätsommer sehr genießen, nach Lust und Laune Radfahren und einen tollen 3. Platz bei der spontanen Teilnahme des Triathlons in München gewinnen.

Nach guten zwei Monaten mit weniger Training, einem Monat Off-Season und der Neujustierung meiner Ziele und so beschloss ich, dass ich die neue Saison ganz dem Triathlon widmen will. Und dazu habe ich mir professionelle Unterstützung in Sachen Training geholt.

Und jetzt könnt ihr gespannt sein, was ich im nächsten Jahr alles geplant habe, denn das verrate ich Euch im nächsten Blogartikel im neuen Jahr 😉

Oh nein! Ich hab’s schon wieder getan…

Pünktlich zur letzten Off-Season habe ich mir einen langen Traum erfüllt und mir ein neues Baby gekauft. Ganz nach dem Motto: Mehr Räder braucht das Land – ich jedenfalls!

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Schon seit Längerem spiele ich mit dem Gedanken, mir ein dritt- ähh Viertrad oder so ähnlich zuzulegen. (Ok, ich hab aufgehört zu zählen.)  Ist ja auch egal, jedenfalls war die Schwierigkeit an der Entscheidung, ob es ein Crosser oder ein Mountainbike werden sollte.

Und während ich noch so darüber nachdachte, fuhr ich rein zufällig an einem Radgeschäft in München vorbei. Und dort stand es! Es war Liebe auf den ersten Blick! Sofort war klar, das schwarze Scott musste es werden.

Also machte ich mich auf zum Scott-Bike-Dealer in München. Und als ich es dann das erste Mal ausprobierte, war schon klar – wir sind ein Team. Wir passten perfekt zusammen und sehen einfach immer gut aus.

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Etwas gewöhnungsbedürftig war der breite Lenker. Das ist eine Triathletin nicht gewöhnt, da sie ja die ganze Saison in der Aero-position auf dem Rad liegt. Dahingehend empfinde ich es mittlerweile sogar als angenehm, dass die Lenkerposition den Oberkörper aufdehnt.  Klar musste noch etwas Feintuning mit neuem Sattel etc. vorgenommen werden.

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Aber jetzt cruisen wir alle Trails an der Isar entlang Richtung Süden und haben eine Menge Spaß zusammen!

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An dieser Stelle noch einen ganz lieben Dank an das Team vom der Fahrradzentrale Kropfhamer!

LG Eure Mimi

Brooks Racer ST5 – Laufschuhtest

Hier kommt mal wieder ein Testbericht von Laufschuhen:

Bereits seit mehreren Monaten laufe ich nun schon die

BROOKS Racer ST 5

Als alter Saucony und Lightweight-Laufschuh-Lover war ich ein bisschen skeptisch als mir mein Laufschuhdealer des Vertrauens sagte, er habe einen geilen Schuh für mich und mir den Brooks vor die Nase hielt.

Bisher bin ich noch nie einen Brooks gelaufen, weil ich immer dachte, die würden in die gleiche Kategorie Laufschuhe wie Asics und New Balance etc. fallen. Das sind für mich Schuhe, die einfach zu viel Schuh sind. Vom Gewicht und auch der Qualität mit Sicherheit super Schuhe, aber ich hatte immer das Gefühl, dass ich einfach zu viel Schuh unter der Sohle habe und mein Fuß eingesperrt ist. Eben die klassischen Laufschuhe, die ich seit der Umstellung auf die Lightweight-Schuhe eben nicht mehr tragen möchte, weil mir bei ihnen das Gefühl der Leichtigkeit fehlt.

Ich dachte also, dass die Brooks in die gleiche Richtung gingen und habe mich deshalb nie dafür interessiert. Aber dann kam der BROOKS Racer ST 5 und eine große Liebe begann…

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Reingeschlüpft dachte ich mir,

joaa das fühlt sich schon mal nach ordentlich Bodenkontakt an!

Das ist mir wichtig, um den Druck vom Fuß komplett und effizient auf den Boden übertragen zu können und somit einen dynamischeren Laufstil zu laufen.

Beim Testlaufen vor dem Laufschuhgeschäft bestätigte sich dann dieses Gefühl. Der komplette Fuß ist mit der Straße verbunden, obwohl der Brooks hinten einen höhere Sprengung als der Saucony Kinvara hat. Diesen Unterschied spüre ich aber nicht. Im vorderen Bereich hat der Brooks viel Platz, sodass er sich auch mit Sporteinlagen gut laufen lässt. Aber auch nicht zu viel, weshalb er auch für relativ schmale Füße gut passt.

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Wie man merkt, bin ich von dem Schuh wirklich begeistert und setze ihn zu Straßenläufen auf allen Distanzen und Trainingseinheiten ein – Egal ob Tempolauf oder Marathon! Geht auch bei Nässe gut, nur für Trails bzw. Wald oder Schnee ist er auf Grund seines geringen Profils nicht geeignet. Aber dafür habe ich auch schon eine Lösung! Die verrate ich Euch in einem der nächsten Blogpost… 😉

 

LG Mimi

Neue Saison – neues Glück!

Hallo und welcome back in der neuen Saison!

Nach einer längeren Pause kommt nun endlich wieder ein Blogpost von mir, um Euch wieder auf den aktuellen Stand der Dinge zu bringen.

 

Dazu habe ich gleich mehrere freudige News zu verkünden:

 

Anfang November bin ich gut erholt nach einem Monat Off-Season, Arbeitsplatz und Wohnsitzwechsel in die neue Saisonvorbereitung gestartet und habe mir dazu ebenfalls neue Unterstützung geholt. Ich „arbeite“ seit diesem Saisonbeginn nämlich mit einem neuen Trainer zusammen.

Xander von Training für Alle

begleitet mich trainingstechnisch seit dieser Saison. Ganz genau übernimmt er die Trainingsplanung und -gestaltung.

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass ich zwar supertolle Trainingspläne für andere schreiben kann, aber bei mir selber war ich bisher entweder zu streng oder zu lasch oder beides. Jedenfalls war das nicht optimal. Deshalb habe ich mich entschieden, die Trainingsplanung in andere, fähige Hände abzugeben und mich voll auf mein Saisonziel konzentrieren zu können. (Welches das ist, erfahrt Ihr im nächsten Blogpost! Ich kann Euch verraten, dass es sich um eine Mitteldistanz handeln wird…) So bin ich also nach längerer Recherche auf Xander von Training für Alle gestoßen. Mir war wichtig, dass das Training mit meinen unregelmäßigen Arbeitszeiten vereinbar und so flexibel ist, dass auch kurzfristige Änderungen kein Problem darstellt. Auf Grund dessen habe ich mich auch für eine Online-Trainigsbetreuung entschieden, da alle Coachings vor Ort für mich meistens zeitlich nicht durchführbar sind. Zudem unterstützt Xander die vegane Ernährungsweise und ist selbst Ernährungsberater, was meiner Trainingsphilosophie sehr entgegen kommt.

Als Fazit nach den ersten vier Wochen kann ich sagen:

Es läuft super!

Ich fühle mich bei Xander sehr gut aufgehoben und zurück im Triathlontraining angekommen. Der Wiedereinstieg in das regelmäßige Training stand in den ersten Wochen im Vordergrund. Das ist mir mit viel Spaß und Motivation gut gelungen.

Wenn Euch interessiert, was ich trainingstechnisch so den ganzen Tag treibe, dann schaut mal auf Facebook unter Be the best Mimi oder Instagram be_the_best_mimi vorbei, folgt mir (wenn Ihr möchtet) und habt Spaß mit mir!

Ich freue mich auf Euch!

Eure Mimi