Triathloncamp Mallorca

Es war soooooooooooooooooooooooooooo schön

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Eigentlich wäre mit diesem Satz und dem zufriedenen Lächeln in meinem Gesicht alles gesagt… aber ich möchte ich Euch natürlich noch ein bisschen mehr von dem tollen Trainingslager erzählen.

 

Letzte Woche Montag ging es also nach Mallorca in das Triathloncamp in Ca´n Picafort. Organisiert wurde dies von Triathlon.de. – Endlich! Da ich noch bis Sonntag Abend gearbeitet hatte, war es eher ein überrumpelter Aufbruch und ich hatte weder Ahnung, ob ich alles richtig gepackt habe, noch wer und was mich dort erwarten würde.

Vormittags ging es vom Flughafen München los. Um mich herum schon viele Leute mit Radkoffern und Sportgepäck – ob die da wohl auch alle hin wollen?!

Nach einem superkurzweiligen Flug sind wir in Mallorca bei schönstem Sonnenschein gelandet. Das Wetter versprach nur Gutes und die Vorfreude auf eine tolle Woche ließ die Arbeit vergessen und mein Triathlonherz hüpfen. Und das hüpfte mit jeder übertroffenen Erwartung höher.

 

Das Hotel Janeiro Ferrer war perfekt auf unsere Bedürfnisse abgestimmt und hatte alles, was mein Triathlonherz begehrte. Die Zimmer waren schön hell, neu. Es gab einen richtigen Swimmingpool mit 25m Bahn, einen bewachten Fahrradkeller mit Werkstatt, Spa Bereich, WLAN und tolles teilweise sogar veganes Essen, von dem wir die nächsten Tage große Mengen verdrücken sollten.

 

Die Stunden des ersten Tages verbrachten wir nach der Anreise damit, unsere Leihräder von der Bike Station Huerzler zu holen und die organisatorischen Dinge für die kommende Woche zu klären. Danach gab es noch die schönen neuen Trikots von Triathlon.de, damit wir morgen auch alle gut aussehen. Mit der Aussicht auf eine geniale Woche mit vielen Radkilometern und tollen Menschen war das zuhause schon völlig vergessen.

Tag 2

 

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Der Tag begann mit einem Schwimmtraining am frühen Morgen um 7 Uhr. Während der techniklastigen Einheit unter Anleitung von unserem Coach Stephan ging die Sonne auf und verhieß einen schönen ersten Trainingstag. Nach dem Frühstück starteten wir zur ersten Radausfahrt. Dazu wurden drei Gruppen mit unterschiedlichen Touren je nach Leistungsniveau und Kilometerumfang angeboten. Ich schloß mich der zweiten Gruppe und dem Tourguide Frank an und wir fuhren eine schöne Tour mit rund 85 km, 700 hm und einer Cappucinopause über Muro, Inca nach Sineu und dann von Petra aus über einer genialen wenig befahrenen Straße, auf der sich jeder nach Lust und Laune austoben konnte, nach Hause.

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© Stephan Schepe

Jeden Abend, nach einem ausgiebigen Abendessen soviel die Magengröße her gab, stand noch ein Vortrag mit täglich wechselnden Triathlonspezifischen Themen an. Den Tag habe ich dann entweder mit einem Glas Rotwein und mit einem Erdinger Alkoholfrei ausklingen lassen.

 

Tag 3

 

Auf dem Plan wurde ein Morgenlauf angeboten. Jedoch hielt ich im Vorfeld Rücksprache mit meinem Trainer, welche Einheiten für meinen Trainingsplan sinnvoll sind und so absolvierte ich auch nur diese brav. Für mich gab es deshalb keinen Morgenlauf und ich war auch gar nicht böse, ausschlafen zu dürfen. Nach dem Frühstück ging es auf zur nächsten Radausfahrt. Diesmal war das Cap Formentor unser Ziel. Die Anfahrt war schön flach an der Küste entlang, die wir gut in der Gruppe fahren konnten. Nach dem letzten Kreisverkehr ging es dann in den ersten Anstieg Richtung Cap. Da von da ab auch für mich als Orientierungsloses Wesen nicht mehr die Gefahr bestand, mich zu verfahren, konnte jeder in seinem eigenen Tempo das Auf und Ab zum Cap bezwingen und wurde mit einem wunderschönen Ausblick belohnt. Ein paar skurrile Situationen boten sich uns, z. B. der kurze aber total finstere Tunnel oder das Auto, dass trotz der einzig alleinigen Straße einen Abzweigung gefunden hat, zumindest glaubten sie das. (Zum Glück ist keiner verletzt worden). Am Ende hatten wir wunderschöne 83 km mit 940 hm, 2 Gels und ein Riegel, 1 Espresso und schönsten Sonnenschein zu verbuchen.

Tag 4

Heute führte uns Frank  bei der Radausfahrt nach Porto Christo. Das schöne Hafenstädtchen, welches wir auch mit einer kleinen Kaffeepause würdigten, fuhren wir über Arta an und nahmen den Rückweg über Manacor. Diese Tour sollte, zumindest für mich, die längste Tour des Camps mit knapp 90 km, 812 hm, 2 Gels und einem Stück Mandelkuchen sein. Die letzten Kilometer fuhren wir dann auch etwas schneller, weil anschließend noch ein Koppellauf auf dem Plan stand. Nach Rückkehr ging es also schnurstracks in den Fahrradkeller, Rad aufhängen, Laufschuhe an und ab zur Strandpromenade, wo sich ein paar ordentlich schnelle Kilometer machen ließen. Für mich war ein kurzer Koppellauf mit einem schnellen und 2 lockeren Kilometer vorgegeben, denn ich hatte ja diese Woche noch etwas vor.

Besonders erheiternd war der Vortrag abends von Jan über life kinetik. Ich kannte die Thematik schon, aber es macht immer wieder Spaß neue Übungen zu machen und zu wiederholen.

 

Tag 5

Der Tag war als Ruhe- bzw. Regenerationstag ausgewiesen.Das hieß für alle ausschlafen. Nach dem Frühstück gab es für mich einen lockeren 1-stündigen GA1 Lauf an der Strandpromenade entlang. Danach war nur noch Essen, Kaffee trinken und Chillen angesagt. Denn morgen wollte ich fit sein.

Tag 6

Bereits als ich mich zu dem Camp angemeldet hatte, erzählte mir eine Freundin, die ebenfalls dabei war, dass sie am heutigen Tag beim Powerman Mallorca, einem Duathlon mit Sprintdistanz, starten wird. Aus meinem jugendlichen Leichtsinn habe ich mich dort auch angemeldet. Wie es mir dabei erging, lest ihr im nächsten Blogpost! Seid gespannt – ich verrate: ich war erfolgreich 😉

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Soviel vorab: Der Tag startete mit Gewitter und viel viel Wind – ob sich das bis zum Start am Nachmittag legen würde?! Die anderen Nicht-Starter sind derweil aufgebrochen zur Königsetappe.

Nachdem Wettkampf hatte ich ordentlich Laktat in den Beinen. Die versuchte ich bei einer kleinen Schwimmeinheit wieder locker zu kriegen. Hat nicht so gut geklappt. Das Schwimmen war aber trotzdm toll, nachdem mittlerweile auch die Sonne wieder rauskam.

Tag 7

 

Ok, der Wettkampf von gestern steckte mir doch ganz schön in den Beinen und ich hoffte auf eine lockere Radausfahrt zum Beine locker rollen. Denkste! Heute wollte es die Gruppe 2 der Gruppe 1 nochmal zeigen und hat sich an sie angehängt (oder andersherum – ich weiß nicht genau). Jedenfalls hieß es von Anfang an ein höheres Tempo und das tat richtig weh. Ich war echt schon am Zweifeln, ob ich nicht besser aussteige und locker zurückradel bis Frank zu mir sagte, nach einer Stunde ist alles vorbei. Ich habe dann eine Stunde lang überlegt, ob er meint, dass wir dann schon wieder zuhause oder meine Beine wieder fit sind… Wir waren nicht wieder zuhause, aber die Beine hatten wieder ordentlich mehr Power und so hatte ich viel Spaß auf dem kleinen Zwischenstopp auf der Radrennbahn in Sineu. Zu allem Übel des Tages habe ich auch noch vergessen, meinen Alex, also meine Garmin, zu starten, konnte aber ermitteln, dass wir letztlich gute 80 km mit einem 30 er Schnitt gefahren sind. Während die anderen nochmal zum koppeln aufgebrochen sind, habe ich Beine locker fahren an der Promenade vorgezogen.

Anschließend habe ich mir noch ne Beinmassage gegönnt. Das war eine sehr gute Idee, denn danach konnte ich auch wieder schmerzfrei Treppensteigen.

Der letzte Abend endete mit einer Diashow und vielen lustigen Momentaufnahmen, von denen ich ein paar hier mit Euch teile.

Abreisetag

 

Schwups, schon war die Woche wieder vorbei. Mit einem kleinen Morgenlauf und LaufABC schlossen wir die tolle Trainingswoche ab, genossen ein letztes Mal das ausgiebige Frühstück und dann ging es wieder zurück nach Hause.

Wie ich anfangs schon gesagt habe, es war so einen schöne Woche, von der ich und meine Radform hoffentlich noch lange zehren und die Zeit, bis hier der Frühling kommt, überbrücken kann. Ich war wirklich schon lange nicht mehr so zufrieden, wie in dieser Woche.

 

Danke an alle die netten Leute, die ich kennenlernen durfte und vor allem denen, die das Camp organisiert und so toll durchgeführt haben. Es hat so riesig Spaß gemacht mit Euch und ich freue mich schon aufs nächste Jahr!

 

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