Stadtlauf Nürnberg 2016

Alle Jahre wieder…

Gestern war also wieder der Nürnberger Stadtlauf von Sportscheck. Es ist schon fast ein Ritual, dass ich dort teilnehme. Zudem hatte ich einen Startplatz von Team Erdinger Alkoholfrei bekommen und somit stand ein Start  gar nicht in Frage. Allerdings sollte es dieses Jahr nur der 10km Lauf sein.

 

Explizit vorbereitet habe ich mich auf diesen Lauf nicht, was natürlich nicht heißt, dass ich nicht trainiert habe! Natürlich hatte ich mit der Triathlonsaison genug Trainingseinheiten absolviert und in den letzten Wochen auch vermehrt aufs Laufen gesetzt, jedoch gab es keine spezifische Vorbereitung auf den 10km Wettkampf.

 

Reichlich unmotiviert war ich morgens. Am liebsten wäre ich bei dem einsetzenden Herbstwetter mit einer Tasse Tee und einem guten Buch im Bett geblieben und hätte den Blätter beim Tanzen zugeschaut. Aber

dazu bin ich eben zu sehr Sportler,

als dass ich die Faulheit siegen lassen könnte. Deshalb machte ich mich dann doch auf zum Start.

Es war ziemlich ungemütlich, kühl und später setzte auch noch ein leichter Regen ein. Perfektes Wettkampfwetter. Nicht. Ich war unschlüssig, ob ich meine dünne Windjacke abgeben oder anbehalten sollte. In Anbetracht der langen Schlange an der Gepäckaufbewahrung entschied ich mich für Letzteres.

 

Diesmal habe ich gecheckt, dass es eine Aufteilung des Starterfeldes in Startblöcken gibt und mich schon gefreut, dass ich mich nicht wieder von hinten durch die Menschenmassen kämpfen muss. Wahr wohl nichts. Denn es gab zwar Startblöcke, jedoch sind doch alle gleichzeitig gestartet und ich stand mal wieder viel zu weit hinten.

Bin mal gespannt, wann ich daraus lerne…

Es war wieder ein Spießrutenlauf, bis ich endlich etwas Platz für meine eigene Pace hatte. Meine neuen Laufschuhe, die ich mir vor kurzem bei der Laufbox – dem besten Laufschuhdealer geholt hatte, fühlten sich sehr gut an und sollten mich über die 10km Distanz fliegen lassen. (ausführlicher Testbericht zu den Schuhen folgt natürlich bald!)

 

Beim Start umgab mich eine ziemlich heftiger Schweißgeruch, was mich immer denken lässt:

Waschen die Leute ihre Sportklamotten nie, oder was?

Zum Glück konnte ich dieser Wolke schnell entfliehen, doch dann wartete der nächste Fail:

Piiieeep -Akku Schwach

Nein! Das darf doch nicht wahr sein. Meine Garmin Uhr war nicht geladen – was für ein Anfängerfehler! Ich hoffte, dass sie vielleicht doch noch genug Saft hatte, um bis zum Schluss durchzuhalten.

 

Die ersten 5km liefen dann doch ganz gut und ich konnte meine Pace von 04:48 min/km ganz gut halten. Ich war überrascht, wie schnell die ersten 5km vergingen. Doch dann wurde der Regen stärker und beim kurzen Stück „Bergab“ war es ziemlich rutschig. Danach habe ich versucht, noch etwas Gas zu geben, merkte jedoch, dass mein rechter Oberschenkel nicht so richtig mitspielen wollte. Und dann: Akku leer – und tschüss Pulsuhr! Jetzt musste ich auf mein Laufgefühl vertrauen, da ich schon das Ziel hatte, die 10km mindestens unter 50 Min. zu finishen. Ich verzichtete auf Grund des kühlen Wetters auf die Getränkestationen; die Distanz sollte auch ohne gehen. Die letzten Kilometer wurden dann noch etwas härter, auch, weil ich nicht genau wusste, wie ich in der Zeit lag…

 

Als ich auf die Zielgerade einbog, sah ich schon die Uhr, die ein paar Sekunden über 50 Min. zeigte. Etwas enttäuscht setzte ich dann noch noch zum Schlusssprint an und wurde mit einem Schlag ins Gesicht von dem Läufer neben mir, der beim Zielfoto die Hände heben wollte, belohnt.

Das Wetter lud weiterhin nicht zum Verweilen in der Ziel- und Verpflegungszone ein, sodass ich mir schnell etwas zu trinken und mein wohl verdientes Erdinger Alkoholfrei holte.

Denn eigentlich ist das Bier im Ziel der einzig wahre Grund, warum ich überhaupt an diesen Wettkämpfen teilnehme!

Manch einer behauptet, man könne das auch im Laden kaufen. Schmeckt aber nur halb so gut!

Etwas unzufrieden machte ich mich auf den Heimweg, um schnellstmöglich in der Badewanne zu regenerieren. Als ich meine Ergebnisse im Internet nachrecherchierte, vielen mir zwei Dinge auf:

  1. Es waren keine 10 sondern 10,5km und somit habe ich meine Zielzeit von 50 Min. um lockere 2 Minuten unterboten und war mit einer ganz guten Pace bis zum Schluss unterwegs.
  2. Der Lauf war als 10,5km „Familien-Jogginglauf“ bezeichnet! Also war ich als alleinige 10km-Wettkämpferin völlig fehl am Platz…

 

Fazit:

again what learned…

um es mit Lothar Matthäus Worten auszudrücken!

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