3MUC Triathlon Oberschleißheim

Nachdem der Hauptwettkampf dieses Jahr nicht so gut gelaufen ist (mehr unter: Mein erstes Mal: DNF!) und ich endlich die Prüfungszeit hinter mich gebracht hatte, kam mir die Idee spontan an einem Wettkampf teilzunehmen.

Nun, ganz spontan war es natürlich nicht, denn ich hatte auch nach dem verkorksten Saisonhighlight nicht aufgehört zu trainieren,

denn ich halte absolut nichts davon, unvorbereitet in einen Wettkampf zu gehen!

Das wäre aus meiner Sicht unverantwortlich –  zum Einen gegenüber mir und meinem Körper, zum Anderen gegenüber meinen Lesern, von denen sich der eine oder die andere ein Beispiel an mir nimmt.

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Da ich ja Urlaub hatte, konnte ich den Fokus auf das Radtraining setzen und einige wichtige Radkilometer mehr sammeln, als in der Frühjahrsvorbereitung. Die Taperingwoche (also die Woche vor dem Wettkampf, in der die Trainingsumfänge reduziert werden, um erholt in den Wettkampf gehen zu können) verbrachte ich dann im „Höhentrainingslager“ bei einer Freundin in der Nähe von Garmisch-Partenkirchen. Nach zwei, drei Bergtouren, Schwimmeinheiten im Freiwasser und einem kleinen warm-up Lauf fühlte ich mich gut und konnte guten Gewissens am Sonntag Früh nach Oberschleißheim bei München fahren, denn dort fand der 3 MUC Triathlon statt.

Wer ist eigentlich auf diese bescheuerte Idee gekommen?

Wie immer denk man sich, wenn am Sonntag früh um 5 Uhr der Wecker klingelt, wer eigentlich genau auf diese bescheuerte Idee gekommen ist, sich an dem Triathlonevent anzumelden, wo man doch auch einfach im Bett liegen bleiben und einen entspannten Sonntag genießen könnte. Zudem sollten die Temperaturen ja weit über 30 Grad steigen…

Aber liegenbleiben ist für eine Triathletin keine Option. Also raus aus den Federn, Tasche gepackt, Wettkampffrühstück versucht runter zu kriegen, Matcha-Doping, Auto beladen und ab gehts!

Sommerliche Temperaturen, ein strahlend blauer Himmel und das ziemlich klare Wasser der Ruderregatterstrecke sowie viele herumwuselnde Athleten erwarteten mich in Oberschleißheim. Eigentlich hatte ich genug Zeit, um in Ruhe Startunterlagen zu holen, Rad einzuchecken, Wechelszonen vorzubereiten und mich umzuziehen, aber irgendwie wird es immer aufregender, je näher der Start rückt. Fürs richtige Einschwimmen blieb plötzlich kaum mehr Zeit und so überrumpelte mich der Startschuss fast ein bisschen.

 

SWIM

Das Schwimmen lief gut. Auf Grund der vergangenen Erfahrung hielt ich mich erstmal aus allen Positionskämpfen heraus und versuchte meinen Rhythmus zu finden, was mir erst nach ca. 250 m gelang. Dann konnte ich mich gut an einer unter Wasser gespannten Schnur orientieren, an der die Bojen angebracht waren. Nach nicht ganz einer halben Stunde kam ich aus dem Wasser. Ich wollte eigentlich gar nicht raus, da es so schön kühl und draußen unangenehm heiß war.

Auf dem Weg in die Wechselzone zum Rad bekam ich ewig meinen Neo nicht auf und auch das Ausziehen gestaltete sich diesmal irgendwie schwieriger als sonst.

BIKE

Die Radstrecke führte uns dann insgesamt 8 Runden um das Ruderregattabecken á 5 km. Nachdem ich beim Sport irgendwie immer Probleme mit dem Zählen habe, wenn sich die Wiederholungen jenseits der 3 bewegen, hatte ich natürlich irgendwann den Überblick verloren, wie viele Runden noch zu fahren sind. Ich versuchte es anhand der bereits gefahrenen Kilometer zu errechnen, aber auch hier versagten meine Mathematikkenntnisse. Außerdem war ich mehr damit beschäftigt, das Cola-Gel bei mir zu behalten. Ich hasse Cola-Gels und ich schiebe es jetzt mal auf die morgendliche Dunkelheit, dass ich nicht geschaut habe, welche Wettkampfverpflegung ich da eingepackt habe. Als sich die Zahl auf meiner Garmin der 40-km-Marke näherte und die Runde endete, beschloss ich darauf zu vertrauen und fuhr in die Wechselzone zum Laufen.

RUN

Der Wechsel klappte schnell und gut, nur die Schnürung an meinen Laufschuhen passte gar nicht. Also lief ich mit ner guten Pace los. Meine Mädels, die meine Erfolgsgaranten sind, denn mit ihrer Unterstützung an der Strecke erzielte ich bisher immer die besten Erfolge, waren da und feuerten mich an. Mittlerweile war es sehr sehr heiß und ich war froh, dass sie mich von Runde zu Runde pushten. Insgesamt waren 4 Runden á 2,5 km zu laufen. Es gab leider nur eine Wasserstelle und die Laufstrecke war nicht besonders attraktiv. Die Hitze zollte ihr Tribut und ich konnte meine angestrebte Pace nicht halten. Zudem spürte ich, wie die Schuhe an meinen Fußsohlen scheuerte. In der letzten Runde gelang es mir nochmal Gas zu geben an ein paar Frauen vorbeizuziehen und gezeichnet aber glücklich ins Ziel einzulaufen.

FAZIT

Das Ergebnis:

3. Platz in der AK (Altersklasse)

8. Platz Gesamt

neue persönliche Bestzeit

zwei riesige Blasen

und die Erkenntnis:

  • es ist noch Potential in Sachen Geschwindigkeit da
  • die Unterstützung an der Strecke ist unverzichtbar

Insgesamt war es ein schöner und erfolgreicher Wettkampf, der wieder Lust auf mehr macht!

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