Wings for Life World Run München

Etwas verspätet, aber nun endlich mein Bericht zum Wings for Life World Run in München.

Kurz: Um was ging es genau:

Letzten Sonntag startete der Wings For Life World Run in München, nein, eigentlich auf der ganzen Welt. Es ist ein Wettlauf der um die ganze Welt geht. In über 30 Ländern laufen die Menschen gleichzeitig los, jeder so schnell und so weit er kann. D.h. bis ihn das Catcher Car eingeholt hat. Für jeden gelaufenen Kilometer wird Geld gespendet, ebenso wie die Startgebühr, fließt das Geld in die Forschung gegen Querschnittslähmung ein.

Das Motto heißt: Laufen, für die, die es nicht können. 

 

Vor ein paar Monaten entschied ich mich dafür bei diesem Lauf mitzumachen und für das Team Run munich run (hier könnt ihr auch ihren Bericht dazu lesen) zu starten. Erfahrungsgemäß ist eine schnelle Anmeldung sinnvoll, weil der Lauf ziemlich fix ausgebucht ist.


Am Sonntag traf ich mich also mit meiner Laufpartnerin für diesen „Wettkampf“, der lieben Fahnie! (hier könnt Ihr auch ihren Bericht dazu lesen!)


Wettkampf ist eigentlich das falsche Wort, weil es primär um den guten Zweck geht. Außerdem versprach das Wetter schon vor dem Start, dass es ziemlich hart werden könnte. So waren wir uns einig, dass der Spaß an diesem Tag im Vordergrund stehen sollte.

Pünktlich um 13:00 Uhr läutete die Kuhglocke den Start im Olympiapark München ein. Die ersten Kilometer durch den Park verliefen auf Grund der vielen Menschen sehr zäh, trotzdem wir dachten, ziemlich weit vorne gestarteten zu sein, waren wir ständig damit beschäftigt, langsamere Läufer zu überholen. Es wurde ein 10 Kilometer langer Spießrutenlauf, bis sich die ganze Sache entzerrte. Erfahrungsgemäß ist so ein Fährtenspiel nicht unbedingt günstig, vor allem nicht, am heißen Tag der Saison. Deshalb lag unser Fokus auch darauf, keine Verpflegungsstelle auszulassen und genügend Flüssigkeit zu uns zu nehmen. Die Auswahl zwischen Wasser oder Redbull-Schorle war mäßig. Zum Glück wusste ich vom Triislands Triathlon, dass mein Körper mit dem Redbull-Wasser-Gemisch ganz gut voran kommt.

Unser eigentlicher Plan war ja ein anderer. Als wir im Vorfeld erfuhren, dass Clif  bar ein Sponsor sein würde, hatten wir vor, von Verpflegungsstelle zu Verpflegungsstelle (Entfernung: 5km) zu sprinten und jedes Mal so viele Riegel, wie möglich, zu essen. Interessant wäre gewesen, wie lange wir dieses Spielchen durchgehalten hätten… Doch bereits am ersten Verpflegungspunkt waren weit und breit keine Clifbars zu sehen. Auch die Hoffnung, diese an den weiteren Punkten zu finden, schwand mit jeder 5km-Marke.


Ab km 12 führte die Strecke über einen Schotterweg Richtung Dachau. Wir liefen größtenteils in der Staubwolke eines Begleitmotorrads, was nicht sonderlich angenehm war. Trotzdem ließen wir uns den Spaß nicht verderben und waren zu Scherzen aufgelegt. Die anderen Läufer eher nicht so – die waren schon ziemlich fertig. (Wahrscheinlich fehlte ihnen der innere Clifbar-Antrieb 😉 )


Nach der 15km-Marke kam es zu einer schönen Szene, die diesen Lauf ausmacht. Ein Anstieg – ein Rollstuhlfahrer kämpfte sich hoch. Die Läufer um ihn herum zeigten ihre Solidarität und schoben ihn abwechselnd den Berg hinauf. Ein wirklich schöne Geste!

Dann ging es durch ein paar kleinere Vororte mit wieder mehr Zuschauern, die vor lauter Mitleid mit Rasensprengern und Gartenschläuchen für eine Erfrischung sorgten. Bei km19 kündigte sich dann das Catcher Car an. Fahnie wollte unbedingt noch die Bläserkapelle an der HM-Marke erreichen. Mir steckte das harte Koppeltraining vom Vortag noch in den Beinen und so ließ ich sie ziehen und beendete den Lauf gebührend mit einem Redbullbecher in der Hand an der für mich letzten Verpflegungsstation. Bei der Frage: Musik oder Verpflegung ist die Entscheidung für mich natürlich leicht fürs Essen gefallen.

Etwas ärgerlich war, dass es Probleme mit der Codierung der Startnummern gab und mein Ergebnis somit nicht offiziell gemessen wurde. Dank meines treuen Begleiters ALEX (meine Garmin920XT) konnte ich die Aufzeichnung der gelaufenen Strecke von knapp 20 km nachtragen lassen.
Fahnie hat es leider nicht bis zur Musik geschafft und so trafen wir uns am Verpflegungspunkt, wo auch der Rückfahrtshuttle in Form von Bussen wartete, der uns zurück ins Olympiastadion brachte. Dort wurden wir mit Applaus empfangen und konnte ein wohlverdientes Erdinger Alkoholfrei genießen.

Insgesamt hat der Lauf viel Spaß gemacht und war auch, bis auf die Sache mit den Clifbars, sehr gut organisiert.

Eine wirklich tolle Sache, wie ich finde, die ich gerne nächstes Jahr wieder machen werde!

2 Gedanken zu “Wings for Life World Run München

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