Off-Season – trainingsfreie Zeit sinnvoll nutzen?

Da ist es nun so weit – die in den letzten Trainingswochen lang ersehnte Off-Season ist da. Immer wieder motivierte ich mich mit den Gedanken, was ich alles Tolles in der sportfreien Zeit unternehmen werde, wofür während der Saison keine Zeit blieb: ausruhen, schlafen, schlemmen, mehr Zeit mit Freunden und Familie verbringen, Party, Events, Ausflüge, mehr Bücher lesen, Wellness, shopping und sonstige Erledigungen, die man die ganze Zeit vor sich hergeschoben hat…

Gut, nach ca. 2 Wochen hat man dann grob alles an Vorhaben durch und dann kitzelt es doch wieder in den Füßen. Ob ich nicht vielleicht doch noch nen Wettkampf finde, an dem ich spontan teilnehmen könnte? Ob ich nicht vielleicht doch schon mit dem 10km Trainingsplan für die neue PB (persönliche Bestzeit) starten sollte? Oder braucht das Zeitrad (auf dem langsam fahren unmöglich ist) doch noch die ein oder andere Ausfahrt? Nein, sagt der Verstand und das ist gut so. Das heißt aber nicht, dass man die trainingsfreie Zeit nicht trotzdem trainings-/sporttechnisch sinnvoll nutzen kann. Es gibt so viel zu tun!

  1. Materialpflege: Damit zum neuen Saisonstart wieder alles einsatzbereit ist, bietet sich jetzt die Zeit der Überprüfung und Pflege. Die Räder wollen dringend zerlegt, geputzt, geölt und evtl. kleinere Schäden repariert werden. Meine bekommen z. B. neue Mäntel. Der Neo ist nun vom letzten Einsatz auch getrocknet und kann verstaut werden. Der Brustgurt der Pulsuhr will gewaschen werden. Die Trainingsbekleidung durchgeschaut und aussortiert werden. Dabei kann man sich gleich eine Wunschliste für Sachen machen, die dringend erneuert werden müssen. (Weihnachten kommt ja auch bald) 😉 Die gebrauchten Trinkflaschen könnte man auch aussortieren und sich überlegen, welche Sportverpflegung im nächsten Jahr gebraucht und wo diese bestellt/gekauft wird. Zu guter letzt kann man schon Platz für die Rolle schaffen und die Rollenreifen montieren, damit auch in diesem Bereich alles für das Wintertraining vorbereitet ist.
  2. Körperpflege: Die Saison hat vielleicht die ein oder andere kleine Verletzung hinterlassen oder einfach gerade zum Schluss hin, dem Körper viel abverlangt. Jetzt ist Regeneration angesagt. Ausruhen, Füße hochlegen, Schlafen ist eine Sache. Ich unterstütze den ganzen Prozess gerne mit Saunagängen, Badewanne und viel Chillen. Mein Körper weiß diese Zeichen zu deuten und meisten bekomme ich dann (so wie gerade) eine dicke Erkältung, die ich dann ordentlich auskurieren kann. Des Weiteren ist Physiotherapie angesagt. Zum Einen werden kleinere Wehwehchen behandelt und zum Anderen durch gezieltes Aufbautraining an Schwachstellen gearbeitet.
  3. Trainingsplanung: Vorbereitung ist meiner Meinung nach schon der halbe Erfolg. Die andere Hälfte gebührt der Disziplin.(Und dann gehört noch ein kleines bisschen Glück dazu, dass alles perfekt läuft) Deshalb nehme ich mir jetzt die Zeit und mache mir Gedanken, an was für Wettkämpfe ich im nächsten Jahr teilnehmen möchte, wie die in einen zeitlichen Rahmen mit sonstigen Verpflichtungen außerhalb des Sports passen und wie die Vorbereitung aussehen soll. Dazu bereite ich die vergangene Saison nach, schaue, ob mein Plan zeitlich und von der Intensität gepasst hat und ob ich gerne etwas anders gemacht hätte. Ich lese viel allgemeine Literatur zum Triathlon- und Lauftraining, auch was neue Erkenntnisse betrifft, lasse mir neue Tipps von Fachleuten geben und tausche mich mit anderen darüber aus. Dann suche ich mir mein Hauptziel/Event heraus, plane von diesem Punkt aus die neue Vorbereitung und schreibe mir einen konkreten Plan für die ganze Saison. Und weil ich daran so viel Spaß habe, mache ich die ganze Planerei natürlich nicht nur für mich. sondern auch für andere.

Off-Season ist also weder langweilig noch im Bezug auf das Training verlorene Zeit, denn hier werden Grundsteine für neue Erfolge gelegt!

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