Challenge Wasserschlacht Walchsee

Ich weiß gar nicht, wie und wo ich anfangen soll – so geflasht bin ich noch von den Eindrücken… aber erstmal der Reihe nach:
Zunächst muss ich sagen, dass mein Verhältnis zum Wettergott oder Frau Holle oder wer auch immer dafür verantwortlich ist, wohl nicht so gut ist. Ich sollte daran arbeiten..

 

Na gut, aber für mich kein Grund mein lang ersehntes Saisonhighlight in Frage zu stellen. So brachen wir im strömenden Regen mit Triathlongepäck von der Größe, womit andere drei Wochen Urlaub machen, für das Wochenende am Walchsee auf.

 

Im schönen Kaiserwinkl angekommen, wäre im Nachhinein vielleicht noch ein Schlauchboot ganz nett gewesen.
Nach der Wettkampfbesprechung, Startunterlagen abholen und Messebesuch musste ich meinen armen Benni (mein Triathlonrad) dann doch seinem nassen Schicksal in der Wechselzone überlassen und hoffen, dass es bis zum Morgen nicht weggeschwemmt wurde.

 

Was ich so mitbekommen habe, waren die Veranstalter und Sicherheitsbehörden die ganze Nacht unterwegs und haben viel gearbeitet, damit der Wettkampf nicht ganz oder teilweise abgesagt werden musste. Nachdem jedoch über Nacht keine Wetterbesserung in Sicht war, trafen sie die einzig richtige Entscheidung, die Schwimmstrecke zu verkürzen und die gefährlichen Stellen auf der Radstrecke rauszunehmen.

 

Nach einer unruhigen Nacht erreichte mich die Nachricht beim spartanischen Wettkampffrühstück. Klar, war ich kurz enttäuscht, dass meine erste Mitteldistanz nun keine „echte“ Mitteldistanz sein würde, irgendwie war ich aber auch erleichtert, denn nicht starten wäre für mich keine Option gewesen.
Auf dem Weg zur Wechselzone kamen mir genügend Athleten mit ihren Rädern entgegen, die sich anders entschieden hatten. Vielleicht war für die das Rennen nicht so wichtig – für mich war es das! Immerhin hatte ich mich über 9 Monate intensiv darauf vorbereitet, mein Leben zumindest in den letzten Wochen bewusst nach dem Trainings ausgerichtet und ich hatte einfach mega Bock zu starten. Auch wenn es Eiswürfel geregnet hätte. Ok, vielleicht hat es das – zumindest hat es sich teilweise so angefühlt.

 

Wie immer geht dann kurz vor dem Start alles viel zu schnell:
Neo an, einschwimmen
Hilfe wo ist der Start
ahh ich muss auch noch in den Startblock
oh da ist das Wasser
bin ich jetzt schon drin
wieso ist das so nass hier
ach schwimmen ist schon schön
hey das ist ein Wettkampf – schwimm schneller
ok, wo ist nochmal die Boje
ich seh sie nicht mehr- hmm schwimm ich halt mal gerade aus
hey warum schwimmen die Menschen so schief oder bin ich das
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Schwimmstart

und schwups ist die erste Disziplin schon rum. Dafür dauerte der erste Wechsel gefühlt mindestens genauso lange. Das Wechselzelt voll und dämpfig, zu viele Athleten, die irgendwie versuchten, alles was sie hatten, anzuziehen und ein bisschen trocken zu werden, um sich dann durch die Massen zu kämpfen. Ok, geschafft. Rad nehmen und los! Und weil ich mittlerweile so ein Wechselprofi bin, natürlich mit Schuhen am Rad. Nur blöd, wenn du am Aufsteigen bist und der vor die ne Vollbremsung reinhaut, du auf ihn auffährst, umfällst und alle denken, du bist zu blöd, zum Aufsteigen. Die Gummis sind bei dem Unfall gerissen und es ist nie gut wenn Gummis reißen 😉 Also Schuhe ausklicken, anziehen und erneut aufsteigen. Nach den ersten Kilometern merkte ich schon, dass irgendwas am Rad nicht stimmte, außer dass die Muskeln auf Grund der Nässe und 8 Grad-Kälte nicht wollten. Bergauf ging gar nix. Da blieb nur anhalten und nachgucken. Das Vorderrad blockierte komplett, weil das Rad bei dem Unfall auf die Bremse gefallen war. Mit meinen laienhaften Kenntnissen habe ich versucht, das irgendwie wieder hinzubiegen. Nächster Fahrversuch – ok funktionierte nicht. Wieder musste ich anhalten. Da ich mit meinen Reparaturkenntnissen am Ende war, blieb nur noch: mit Raddefekt aussteigen oder die Bremse vorne aufmachen. Ich entschied mich für das Risiko und Variante zwei. Das bedingte natürlich eine vorsichtigere Fahrweise, aber bei dem Regen war eh keine Vollgas möglich. Nach der ersten Runde dachte ich auf Grund meiner mittlerweile eingefrorenen Füße darüber nach, vielleicht doch aufzuhören. Aber NEIN, jetzt hatte ich ja schon die Hälfte – jetzt wird das auch durchgezogen.
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Radstrecke mit mega schöner Kulisse

Beim Laufen hat es letztlich 7 km gedauert, bis ich meine Füße wieder gespürt habe und gefühlt nicht nicht mehr auf faustgroßen Kieselsteinen lief. Durch die klammen Finger war es mir am Rad nicht möglich, die erforderlichen Gels zu mir zu nehmen, weil das koordinativ einfach nicht mehr ging. Die Kälte tat ihren Beitrag dazu, dass ich auf der Laufstrecke echt schon Zielich mitgenommen war. Die geplante Pace war dann nicht mehr drin, aber ich konnte ohne große Probleme die vier Runden um den schönen Walchsee laufen.
Ca. 800m vor dem Ziel läuft man über eine Mini-Kuppe und bekommt einen wunderbaren Blick auf die Wechselzone. Schon allein dafür ist es das wert.
Irgendwie war der Zieleinlauf dann weniger spektakulär, als ich mir das erhofft hatte, allerdings machte mich die Medaille dann schon sehr stolz.
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Zieleinlauf

Die widrigen Wetterumstände machten jeden Finisher zum großen Helden an diesem Tag!
Nicht minder viel Respekt verdienen die Athleten, die auf Grund von Unterkühlung etc. das Rennen vorzeitig beenden mussten und die vielen durchnässten Zuschauer, die uns unermüdlich an der Strecke anfeuerten und zuletzt die Helfer, an der Verpflegungsstelle, Streckenposten oder im Hintergrund, die alles versucht haben, aus den Bedingungen das Beste für die Athleten zu machen. Wenn ich an den kleinen Jungen im Wechselzelt denke, der mir die Socken angezogen hat, weil das mit meinen kalten Händen nicht mehr selbst konnte, bekomme ich fast ein bisschen Pipi in den Augen. Falls Ihr das lest, vielen Dank an Euch alle! Ihr habt den Wettkampf zu einem mega-persönlichen Erlebnis für mich und viele andere gemacht!
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Mittlerweile habe ich mich wieder aufgewärmt, alle Gliedmaßen sind aufgetaut und noch dran und ich mich kann glücklich und zufrieden darüber freuen, dass ich das Ding unter 5 Std. (04:59 Std.) gerockt habe.

Und bald geht es weiter zu neuen Zielen – dazu bald mehr! Bleibt gespannt!
Eure Mimi

Interview mit Coach Alexander Kaiser

Heute stelle ich Euch mal meinen Coach, Alexander Kaiser, von Training für Alle vor. Er betreut mich gerade auf dem Weg zu meinen Saisonhighlight, der Challenge am Walchsee, in wenigen Wochen. Viel Spaß beim Kennenlernen!
Hallo Xander, seit fast einem Jahr bist du nun mein Coach. Wir kennen uns schon ein bisschen, aber die anderen noch nicht. Deshalb wäre es schön, wenn Du Dich kurz vorstellen magst.
Hallo, mein Name ist Alexander Kaiser, 48 Jahre alt und lebe in einem beschaulichen Örtchen nahe Stuttgart. Ich bin seit nun schon über 20 Jahren begeisterter, aktiver Ausdauersportler mit der Liebe zum Triathlon. Diese langjährige Erfahrung und die Freude am Ausdauerport, haben mich dazu bewogen meine Trainingsagentur „Training für Alle“ ins Leben zu rufen. 
Ich betreue dort Ausdauersportler, hauptsächlich in Form von Trainingsplänen, was mir große Freude bereitet.
Wie schon gesagt, bietest Du Online Coaching an. Wie sieht das aus und für wen ist das geeignet?
Geeignet sind die Pläne im Prinzip für Jede(n), egal ob man seine Fitness verbessern, abnehmen, neue Bestzeiten erzielen oder gar einen IRONMAN-Triathlon ins Ziel bringen möchte. Nach einem kurzen Kennenlernen per Mail oder Telefon und dem zusätzlichen ausfüllen eines „persönlichen Datenblattes“, dort geht es natürlich um den aktuellen Trainingslevel, Ziele und natürlich das Zeitmanagement, geht es auch schon los.
Auf Basis dieser Angaben erstelle ich dann einen Trainingsplan. Am Ende jeder Trainingswoche sendet der Sportler den Plan der vergangenen Woche ausgefüllt zurück. So stellen wir gemeinsam sicher, dass das Training perfekt zu den Anforderungen und dem entsprechenden Leistungsniveau passt. Der Plan läuft immer über 4 Wochen und verlängert sich dann automatisch. Von „Knebelverträgen“ halte ich nichts, der Athlet kann jederzeit aussteigen.
Wie lange machst Du das schon?
Ich coache nun seit 2012 und freue mich über viele schöne Erfolge meiner Sportler. Wie schon erwähnt, spielt dabei das Leistungsniveau keinerlei Rolle!
Was sind Deiner Meinung nach die größten Vorteile von Online Coaching?
Im Prinzip kann ich so Sportler auf der ganzen Welt betreuen. Egal ob im Trainingslager, Urlaub oder auf Geschäftsreise. Per Mail ist man in der Regel immer und überall erreichbar. 
Kann ich mit einem individuellen Trainingsplan mehr erreichen, als mit einem Plan aus dem Internet/Zeitschrift?
Viele Sportler und aktive Menschen müssen täglich Training, Job, speziell auch Schichtarbeit und Familie unter einen Hut bringen. Meine Trainingspläne berücksichtigen diese Problematik, gehen gezielt auf die persönlichen Bedürfnisse ein und bringen den Kunden an sein sportliches Ziel. Ein Plan von der „Stange“ kennt keine Arbeitszeiten und privaten Termine. Zudem kann ich blitzschnell auf jede Veränderung im Zeitmanagement des Athleten reagieren und den Trainingsplan sofort anpassen!
Was macht einen guten Coach aus?
Ein guter Coach weiss, dass die richtig geplanten Entlastungstage wichtiger sind als harte Tempoeinheiten 😉 Ebenso sollte er schon nach kurzer Zeit seinen Athleten kennen und genau wissen was ihm gut tut!
Du bist selbst aktiver Triathlet. Wie kam es dazu?
Mit Mitte 20 wollte ich mein Leben umkrempeln, vom rauchenden Partyhelden hatte ich die Nase voll. Sport hat mich schon als Jugendlicher begeistert und so habe ich damals mit dem Laufen begonnen und mir ein MTB zugelegt. Schnell erfolgte der erste Start bei einem Volkstriathlon und als ich zum ersten Mal als Fan beim Ironman in Roth war, hatte mich der Triathlonvirus gepackt!
Was ist für Dich der Reiz an diesem Sport?
Für mich liegt der Reiz darin, seine körperliche Leistungsfähigkeit auszuloten, zum anderen aber auch einfach die verschiedenen Sportarten zu genießen. Man ist bei Wind und Wetter draußen, genießt die Ruhe beim Training oder hat großen Spaß in der Gruppe.
Welche ist Deine Lieblingsdisziplin?
Da gibt es im Prinzip keine, ich liebe sie alle  🙂
Neben Trainingsplänen bietest du auch vegane Ernährungsberatung an. Wie kamst Du zur veganen Ernährung?
Im Alter von 40 Jahren ging es sportlich so langsam etwas „bergab“ und ich dachte mir, dem Alter geschuldet wäre das ja ganz normal. Dennoch wollte ich mich nicht damit abfinden und begann im Internet zu stöbern!Im Februar 2012 las ich erstmals von » Veganern « in den sozialen Netzwerken und war fortan wissbegierig. Ich informierte mich ausgiebig in Foren und las Berichte über Veganismus. Schnell legte ich mir mein erstes veganes Kochbuch zu. Ich wollte mein Leben verändern! Als ein Freund zu mir sagte » Stell Dir vor, es wandern Leichenteile durch deinen Verdauungstrakt « war für mich sofort klar, dass nur noch eine vegane Ernährungsweise für mich in Frage kommt. 
Wie wirkt diese sich auf Deinen Sport aus?
Innerhalb kurzer Zeit verspürte ich für mich unglaubliche Veränderungen, Wohlbefinden und Leistungssteigerungen! Ich habe nochmals abgenommen, schlief besser und regenerierte vor allem sensationell! Z.B. lief ich mit 45 Jahren neue Bestzeit im Halbmarathon und das mit keineswegs höherem Trainingsaufwand.
Welche Ziele verfolgst Du mit der Ernährungsberatung und an wen richtet sich dieses Angebot?
Ich möchte einfach den Leuten helfen das Optimum aus ihrem Körper herauszuholen. Selbstverständlich zählt hier auch der gesundheitliche Aspekt, ich persönlich war in den vergangenen 5 Jahren nur 1x mal ganz leicht erkältet. Zudem ist die pflanzliche Kost nicht nur ein Segen für den Menschen! 😉
Wenn ich jetzt als Leser neugierig geworden bin und mich für das Online Coaching und/oder die Ernährungsberatung interessiere, wie kann ich Dich kontaktieren?“
Am besten über das Kontaktformular auf meiner Homepage www.training-fuer-alle.de
Danke, lieber Xander, für das tolle und ausführliche Interview!

Karlsfelder Triathlon 2017

Am 16.07.2017 startete ich beim Karlsfelder Triathlon. Es war mein zweites Rennen über die Olympische Distanz dieses Jahr und ein weiterer Vorbereitungswettkampf für die Challenge Walchsee

… und diesmal lief es viel besser als am Chiemsee vor ein paar Wochen. Vielleicht lag es schon daran, dass die Sonne schien.

Wettertechnisch waren schon mal die besten Voraussetzungen gegeben:

Trocken, angenehm warm, aber nicht zu heiß, kühl genug für Neoerlaubnis; kein Sturm, kein Platzregen – von allen Wetterkapriolen verschont geblieben.

Auf Grund von durchwachsenen Trainingswochen war ich gar nicht sicher, ob ich überhaupt starten sollte und hätte schon fast abgesagt. Am Vortag habe ich mich dann spontan dazu entschieden, trotzdem zu starten und einfach Spaß zu haben.

Also hieß es Sonntag Morgen mal wieder 04:00 Uhr aufstehen, im Halbschlaf die Tasche zu packen (und nichts zu vergessen!), das obligatorische Wettkampffrühstück (einen warmen Hafer-klumpen-brei) irgendwie runter zu bekommen und den Sonnenaufgang an der S-Bahn-Station zu genießen.

Entweder sah ich so gut aus oder es ist doch ungewöhnlich, dass Leute um 06:00 Uhr morgens, wenn die anderen vom Feiern kommen, mit Triathlonsack und -pack, Triathlonrad und Sportgetränk in der S-Bahn durch München zu fahren.

Am Wettkampfort angekommen, traf ich Freundinnen, die auch starteten und deren Supporter, die so lieb waren, mich ebenfalls mit Gepäck, Fotografieren usw. zu unterstützen. Supporter sind so so wichtig und ich bin für jede/n, der sich das antut, den ganzen Tag an der Strecke zu stehen, unermüdlich anzufeuern, die Taschen rum zu tragen und mit beruhigenden Worten die Aufregung zu nehmen so so dankbar.

Ihr wisst gar nicht, was für einen riesigen Beitrag Ihr an den Erfolgen von den Teilnehmern leistet!

Pünktlich zum Start der Gruppe mit den pinken Badekappen, zu der auch ich gehörte, hatten wir uns in den Neo gezwängt, das Wasser getestet und die letzten Motivationsumarmungen empfangen. Dann ging es los.

Schwimmen:

Der Karlsfelder See, in dem geschwommen wurde, war sehr sauber und klar. Mit knapp 20 Grad am Morgen auch total angenehm. Nur die weißen Bojen waren irgendwie nicht so gut zu erkennen, jedenfalls für mich. Aber laut Garmin bin ich gar keinen so großen Umweg geschwommen.

Wechsel 1:

Beim Wechsel aufs Rad habe ich gefühlt ewig gebraucht, aus dem Neo zu kommen. Lag aber auch daran, weil ich gleich mehrere Sachen auf einmal machen wollte. Geht halt nicht.

Radfahren:

Die Radstrecke war sehr schnell. Für uns wurde extra ein Stück von der Bundesstraße gesperrt, die man in zwei Runden auf und ab fahren musste, nachdem man aus dem Ort heraus war. Ich hatte überraschender Weise sehr gute Beine und konnte von Anfang an gut drücken. Teilweise bildeten sich große Trauben von Fahrer/Innen und somit musste man bezüglich Windschattenfahren echt aufpassen, aber auch das habe ich gut gemeistert. Die Strecke hatte zudem die Besonderheit, dass sie statt den üblichen 40km 6 km länger war.

Wechsel 2:

Der ging schon schneller. Musste ja nur die Schuhe tauschen und den Helm ablegen. Meine Wechselkünste mit den Schuhen am Rad konnte ich diesmal jedoch nicht zeigen, weil es verboten war, die Schuhe am Rad zu lassen.

Laufen:

Die Laufstrecke war auch zwei Runden und im Gegensatz zum restlichen Rennen nicht so ansprechend. Nach einer halben Runde im Stadion ging es über einen Trampelpfad durch ein kurzes Stück mit Zuschauern und dann einen Radweg entlang. Nach ca. 2,5 km eine Kehrtwende und dann gings wieder zurück. Das ganze zweimal. Zum Schluss lief man ins „Stadion“ auf der Bahn ein und konnte sich von den vielen Zuschauern die letzten Meter tragen lassen.

 

Völlig zufrieden, trotz nicht so optimaler Vorbereitung, mit einer Zielzeit von 02:39 Std. einem 4. Platz in der AK, 15. Frau gesamt und einem 2. Platz mit der Teamwertung von Team Erdinger Alkoholfrei habe ich mir das verdiente Erdinger und den leckeren veganen Kuchen im Ziel schmecken lassen.

 

6. EBERL Chiemsee Triathlon 2017

Am Sonntag war es endlich soweit: der erste Triathlonwettkampf des Jahres und der war aufregend!!!
1. kommt es anders und
2. als du denkst!
Zur Vorbereitung auf die Challenge am Walchsee stand also eine Olympische Distanz (1,5 km schwimmen, 40 km Radfahren, 10 km laufen) auf dem Plan. Schon zu Beginn der Saison habe ich mich für den Chiemsee Triathlon entschieden, weil es nach einem tollen Wettkampf mit geiler Kulisse geklungen hat.
Das Wettkampfwochenende hat gut gestartet. Bei der Autovermietung bin ich schon an einen netten Mitarbeiter gelangt, der absolutes Verständnis dafür hatte, dass der Transport von zwei hochgeliebten Triathlonrädern im Seat Leon etwas umständlich werden könnte und mir deshalb ein Upgrade auf einen triathlontauglichen Kombi gegeben. Ist ja immer ein Haufen Zeug, was man für so einen Wettkampf braucht. Um nichts zu vergessen, habe ich auch ungefähr 10.000 Mal die Triathlonpackliste im Internet gecheckt. Sicher ist Sicher!
Der Bike Check-In war diesmal schon am Vortag. Das war ziemlich cool, weil man sich schon vorher treffen, die Starter auf der Volksdistanz anfeuern und die Wettkampfatmosphäre aufsaugen konnte. War alles ziemlich vielversprechend. Der Chiemsee brachte wirklich Urlaubsstimmung auf. Die hielt nur leider nicht so lange an. Nach der Pasta-Party ging es dann schnell nach Hause und ins Bett. Man muss ja fit und ausgeschlafen für den Wettkampftag sein. Das klingt immer so einfach und ich kann ja echt immer schlafen, aber auch ich hab noch ein paar Minuten gebraucht, um nochmal zu überlegen, ob ich auch wirklich nichts vergessen habe…
Wettkampftag: Um 05:00 Uhr klingelte der Wecker
da denke ich jedes Mal: Ey, warum machst Du das eigentlich?!
Egal, bleibt keine Zeit zum Nachdenken. Raus aus dem Bett, Frühstücken und los geht’s – nur keinen Stress machen, der kommt so  und so früh genug. Hat auch nicht lange auf sich warten lassen… In der Wechselzone angekommen, habe ich festgestellt, dass ich mein Hinterrad mit den neuen Laufrädern nicht richtig aufpumpen kann. Niemand um mich herum hatte eine Lösung. Gut, dann eben mit der Hand pumpen, Finger einzwicken und dann eben mit halbvollem Reifen fahren. Die Sonne hatte sich an dem Morgen noch nicht blicken lassen und pünktlich zum Start zog ein Sturm auf – ein richtiger Sturm! Und der Chiemsee verwandelte sich in eine raue See und ich hatte ein Déjà-vu vom Triisland: nee, bitte keine Wellen! Der Schwimmstart rückte immer näher und ich hatte die Abgabe meines After-Race-Beutels verpasst. Da stand ich da mit dem Beutel mit der Wärmekleidung, Handy und Mietwagenschlüssel und mir blieb nichts anderes übrig, als ihn am Schwimmstart öffentlich liegen zu lassen und zu hoffen, dass er später noch da ist. Auch schon egal.
Dann rein ins aufgewühlte Wasser, das wärmer war, als die Luft und sogar so warm, dass man keinen Neo tragen durfte. Und schon ging es los. Die erste Hälfte war ein Kampf gegen die Wellen rauswärts, die zweite Hälfte ein Kampf mit den Wellen wieder zurück. ähm… wo ist eigentlich der Schwimmausstieg? Das mit den Bojen zur Orientierung hat auch nur semigut funktioniert.
In meine Gedanken hat Dori (aus dem Film „Findet Nemo“) gesungen:
„schwimmen schwimmen – einfach schwimmen…“
Der Chiemsee war wirklich nicht besonders nett zu uns.
Raus aus dem Wasser ist mir erstmal aufgefallen, dass der Reißverschluss meines nicht so gut passenden Trisuit bis zum Bauchnabel aufgegangen ist und nicht mehr halten wollte. Schöner Anblick für alle Zuschauer: ich fix und fertig und halb nackt – will doch keiner sehen! Egal weiter geht’s. Wechsel aufs Rad lief super und dann gib ihm! Ok das mit dem Vollgas Radfahren war bei dem Wind und mittlerweile eingesetztem Dauerregen auch nicht so toll. Der Regen wie Nadelstiche im Gesicht und die Fahrbahn sehr rutschig. Da war safety first die bessere Devise.
Und trotzdem standen sie da – die Zuschauer, die ebenfalls völlig durchnässt, aber gut gelaunt und unermüdlich jede/n Athlet/in anfeuerten. Da war das Wetter auf völlig nebensächlich, bei so guter Stimmung.
Zurück in der Wechselzone bin ich erstmal barfuß auf etwas hartes, vermutlich eine Schraube gestiegen. Somit waren die ersten (Kilo-)Meter beim Laufen etwas schmerzhaft und irgendwie konnte ich mich trotz der netten Zuschauer und meinen persönlichen Anfeuerungsrufen nicht mehr motivieren voll mitzugehen und bin die erste Runde viel zu langsam gelaufen. Für einen kleinen Zielsprint hat es noch gereicht. Nach 02:51 Std. habe ich mit meiner langsamsten Zeit auf der OD gefinished und hatte trotz aller (Wetter-)Widrigkeiten einen sehr sehr schönen Wettkampf.
Die familiäre Atmosphäre, die Starbesetzung, die gute Laune bei Helfern und Zuschauern, die tolle Organisation – das alles und noch viel mehr trug dazu bei, dass es wirklich ein schönes Event und einzigartiges Erlebnis war, bei dem ich gerne wieder dabei bin. Vielen Dank an den Veranstalter von Wechselszene. Nächstes Mal vielleicht mit ein bisschen Sonnenschein!
ChiemseeTriathlon - 40km80kmRAD

Triathloncamp im Hotel Sandwirth

Letztes Wochenende hatte ich die Ehre, am Sportaktiv Triathloncamp des Triathlonhotel Sandwirth in Klagenfurt teilnehmen zu dürfen – und es war ein voller Erfolg!
Da die Wochen vorher auf Grund meiner Verletzung lauf- und trainingstechnisch schwierig waren und damit auch die Motivation langsam sank, kam das Triathloncamp genau zur richtigen Zeit und ich freute mich schon sehr darauf.

Tag 1

Donnerstag in der Früh wäre es dann endlich soweit: Alle Fahrräder ins Auto schmeißen…ähm ich mein sanft reinlegen und los! Bei strahlendem Sonnenschein kam ich in Kärnten an. Das sollte nur Gutes verheißen. Nach einem kurzen get together war schon klar, dass es eine harmonische Gruppe mit unterschiedlichsten Sportlern werden wird. Vom Sprint-Rookie bis zum erfahrenen Ironman war alles vertreten. Um keine Zeit zu verlieren, brachen wir sofort, eingeteilt in zwei Leistungsgruppe, zur ersten Radausfahrt auf. Geführt von unserem Coach und besten Trainer der Welt, Mario Kapler, erkundeten wir einen großen Teil der Ironmanstrecke Austria. Bis auf die vielen GTI-Rowdies war es einen tolle Strecke rund um den Wörthersee. Nach guten 85 km erwartete uns ein After-Rad-Snack, liebevoll angerichtet, im Hotel. Vorher hieß es jedoch noch Koppellauf! Verletzungsbedingt waren da bei mir nur 3 zügige Kilometer drin.  Anschließend gab es noch eine ausgiebig Dehneinheit unter Anleitung.
 
Dann erfolgte die Begrüßung durch die Mitveranstalter, das Sportaktiv Magazin und Compress Sport.
 
Schwups war auch schon Zeit zum Abendessen, das wir zusammen an einer großen Tafel einnehmen durften. Es war so lecker. Das Hotel bietet wunderbares veganes Essen an, sowohl beim Frühstück waren vegane Aufstriche, Müsli, Sojamilch, Magarine und vieles mehr bereitgestellt. Das Abendessen übertraf meinen bisherigen Genuss veganer Speisen. So lecker und abwechslungsreich habe ich schon lange bis gar nicht mehr gegessen. Schon allein deswegen ist das Hotel einen Besuch wert.
Für den ersten Tag waren alle gut gefordert und fielen zufrieden ins Bett. Denn auch das Programm für den nächsten Tag versprach Einiges!

Tag 2

Wir starteten mit einem Morgerun. Auch der fiel bei mir sehr kurz aus. Die kurze Aktivität in der Morgensonne war sehr schön. Danach schmeckt das leckere Frühstück auch gleich noch besser. Nach dem Frühstück ging es zu einer etwas längeren Radausfahrt über gute 90 km durch das Kärntner Land. Wunderschöne Landschaft, eine Einkehr am Klopeiner See (den man einfach mal gesehen haben muss),  vorbei an der Sehenswürdigkeit Burg Hochosterwitz  zurück durch das Tal hinter unserem Guide Robert, genannt auch „The Green Wall“, der uns im Windschatten mit rekordverdächtiger Geschwindigkeit nach Hause führte. Strava-QOM lässt grüßen.
Dann warteten die After-Rad-Snacks auf uns. Echt ein Wahnsinn, was da für ein Service geboten wurde. Viel Zeit blieb jedoch nicht, denn es wartete noch eine Yogastunde mit Ella Schwaiger-Fleckl. Auch diese Einheit hat perfekt gepasst, so wie der Rest des Camps auch. Nachdem mein letzter Yogakurs schon etwas her war, war das ganz schön anstrengend und Nachwehen vorprogrammiert. Aber das war schnell vergessen am nächsten Morgen 😉
     

Tag 3

Morningswim Wörthersee – ein Wahnsinn.
Die Stimmung an dem vielversprechenden Sommertag war einfach wundervoll. Bei Sonnenaufgang morgens um 7 Uhr in den ca. 18 Grad warmen See hüpfen und dem Sonnenaufgang entgegen schwimmen war ein wahnsinniges Erlebnis. Es war eine ganz besondere Stimmung. Ok, das gegen die Sonne schwimmen sollte man nicht unterschätzen. Ein Camp-Teilnehmer und ich sind wie zwei Seehunde aufgetaucht und haben ganz schön komisch geguckt, als wir vor lauter Sonnenstrahlen unser Ziel aus den Augen verloren hatten. Auch eine Erfahrung, die man mal gemacht haben muss. Ansonsten haben wir auch hier einiges gelernt. Das richtige Schwimmen im Freiwasser und orientierten nach vorne Atmen sowie der Umgang mit evtl. Schwierigkeiten wie Brillenverlust etc.
Nach dem Frühstück hieß es für Freiwillige Alternativtraining: Minigolf! Mit mehr Glück als golferischem Können habe ich die Partie haushoch gewonnen oder der Coach hat uns gewinnen lassen – man weiß es nicht so genau 😉
Im straffen Zeitplan folgte am Nachmittag eine Trainingseinheit mit Laufschule und -technik. Zu Beginn erfuhren wir, was so ein bisschen Beweglichkeilstraining und Dehnen vor dem Training ausmacht und wie viel besser sich das Laufen danach anfühlt. Nach der Lauftechnikeinheit ging es zum Wechseltraining. Etwas, was ich bisher immer vor mir her geschoben und zugunsten anderer Trainingseinheiten vom Plan gestrichen habe. Heute also Premiere und es war genial. Nicht nur das klassische Koppeltraining war Programm, vielmehr wurden wir in die Geheimnisse des perfekten Wechsels eingeweiht.
Und weil´s noch nicht genug war, bekamen wir am Abend noch einen sehr informativen Vortrag zum Thema Wettkampfernährung.
  

Tag 4

Und zack – war´s schon der letzte Tag. Der sollte nicht weniger gut werden. In der Früh starteten wir, alle brav nüchtern, mit einem Schwimmtraining im Hallenbad. Auch hier habe ich neue Technikübungen erlernt (und ich dachte, ich kenne schon so ziemlich alle) und wie man beim Schwimmen koordinativ an seine Grenzen stoßen kann.
Auch eine regenerative Radausfahrt war noch drin durchs schöne Kärntner Land und bildete einen wunderbaren Abschluss der vergangenen mega tollen Tage.
 
In der Verabschiedungsrunde wartete noch eine Überraschung auf uns. Zur erfolgreichen Teilnahme am Camp, bekamen wir noch einen Pokal von der lieben Helvig, Inhaberin des Hotel Sandwirth und selbst aktive Triathletin, überreicht. Mit einem Lächeln im Gesicht über dieses tolle Camp machten wir uns auf die Heimreise. Die Motivation, daheim weiter zu machen und das gelernte umzusetzen, war sehr groß und kam für mich genau zur richtigen Zeit.
Es war so so so toll. Ich bin so geflasht. Das Trainingsprogramm war zu keiner Sekunde langweilig. Es hat wieder einmal gezeigt, das Triathlon ein ganzheitlicher Sport und Lifestyle ist. Mit nur Kilometerfressen beim schwimmen, Radfahren und laufen ist es nicht getan. Die Vielfalt an Technik bei den einzelnen Disziplinen und Abwechslung, die dieser Sport bietet, haben wir in kurzer Zeit erfahren. Beim Schwimmen das Techniktraining im Hallenbad und die Übungen im Freiwasser bei Sonnenaufgang. Die Lauftechnikschule genauso, wie der Morgen- oder Koppellauf.
Ich habe in so kurzer Zeit wirklich so eine Menge gelernt!
Wenn Ihr mal so ein richtig tolles Triathloncamp erleben wollt, kann ich Euch dieses professionell gestaltete und betreute Camp nur wärmsten empfehlen.
Und das sage ich aus voller Überzeugung und nicht weil ich das „muss“. Mein Blog ist ein persönlicher Blog und nicht kommerziell, deshalb bin ich völlig frei und ehrlich in meiner Bewertung.

Trainingstagebuch #3

Heute gibts mal wieder ein neues Trainingsupdate von mir.

Was war los in den letzten Trainingstagen bei mir?

Die letzten Wochen waren trotz des schlechten Wetters sehr radlastig, was mir ja sehr entgegen kommt, weil ich ja so gerne Rad fahre. Ich bin also neben den längeren Läufen auch auf längere Radeinheiten aufgebrochen. Wer noch mehr zu meiner Radfahrleidenschaft lesen möchte, kann das in meinem Blogpost Radfahren ist so schön! nachlesen.

Radfahren

Je nachdem wie das Wetter war, fand das Training entweder draußen, auf der Rolle oder auf dem Mountainbike statt. Beim SattelFest München hatte ich mich ja zu einem Mtb-Fahrtechnik-Kurs angemeldet, der sehr viel Spaß gemacht hat. Klar, fahr ich da auch mit dem Rad hin. So kann man schon wieder ein paar Kilometer sammeln und das Training in den Alltag einbauen.

Die schönen Tage habe ich ebenfalls zum Radfahren genutzt. Immer wenn die Sonne raus kam (oder es zumindestens trocken war) habe ich ne lange Radtour gemacht. Mal zum Starnberger See (120 km) oder bei der RTF (128 km) oder zusammen mit Radgruppen hier aus München (116 km). Teilweise bin ich mit meinem neuen Rennrad, teilweise mit dem Triathlonbike gefahren. Immer schön Abwechslung rein bringen!

Laufen

Beim Laufen standen auch eher längere GA1 Einheiten an, die so zwischen 01:30 und 2 Std. dauerten. Außerdem noch ein paar Intervalle, da ich ja den Odlo-Halbmarathon in Ingolstadt gelaufen bin. Da ich auch Urlaub hatte, stand auch der ein oder andere, von mir so geliebte Nüchtern-Lauf auf dem Plan. Über Sinn oder Unsinn von Nüchternläufen kann man streiten. (Ich kann da ja nochmal gesondert was zu schreiben). Wenn der Coach es sagt, wird’s gemacht!

 

Schwimmen

Schwimmen läuft zur Zeit auch sehr gut. Ich schwimme zweimal pro Woche zwischen 2500m und 3000m pro Einheit und immer mit einem Plan vom Coach. Das macht mir neben dem Radfahren auch sehr viel Spaß. Wasser ist wohl mein Element. Das fühlt sich sehr gut an und ich merke, wie ich gerade durch die Intervalleinheiten viel Kraft bekomme und zumindest gefühlt schneller werde. Ich bin kein Fan von ewigen Technikeinheiten.

Schwimmen kommt vom Schwimmen!

Deshalb muss man einfach mal über die Komfortzone rausschwimmen und die müden Arme ignorieren… denn der Wille ist stärker und wird letztlich siegen.


Ansonsten habe ich derzeit etwas Probleme beim Laufen mit meinem rechten Bein. Da war irgendwas eingeklemmt. Ich hab mal das Krafttraining dafür verantwortlich gemacht (auch wenn das nicht bewiesen ist, aber das mag ich am wenigsten und das muss halt nun herhalten als Sündenbock). Mit Physio und Blackroll arbeiten wir daran. Faszientraining in Form von Blackroll mache ich derzeit jeden Tag, weil meine Beinmuskeln echt ganz schön hart sind.


Die Sonne schein! Also los – geht raus zum Training oder zum Eis essen oder was auch immer und habt einen schönen Tag!

 

Nicht vergessen: KEIN EIS IST AUCH KEINE LÖSUNG!

Radfahren ist so schön!

Dieser Blogartikel ist eine kleine Hommage an das Radfahren, denn:

Ich liebe Radfahren!

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Es gibt einfach nichts Schöneres, als auf (irgendeinem) Sattel eines Rades zu sitzen und durch die Gegend zu fahren. Dabei ist es erstmal überhaupt nicht wichtig, ob die Radausfahrt zu einem bestimmten Ziel führt, eine Trainingseinheit mit vorgegebenen Stunden- oder Kilometerangaben ist, einer Erledigung dient oder einfach nur ein durch die Gegend gecruist wird.

Ich denke, es ist die Freiheit, die man auf den zwei Rädern spürt, die das Radfahren so einzigartig macht. Nirgendwo sonst, kann man sich mittels Muskelkraft so fortbewegen.

Du bestimmt die Geschwindigkeit; Du bestimmt die Himmelsrichtung; Du bestimmt Fahrzeit und Ziel.

Und es sind die Momente, die man dabei erleben kann. Mal sind es malerische Landschaften, dann wieder Ecken und Orte, an die Du sonst nie kommen würdest. Dann ist es der Wind im Gesicht und die Sonne auf der Haut, die ihre Linien (insbesondere an Armen und Beinen) hinterlassen; es ist jeder Muskel, der Dir weh tut, wenn Du einen steilen Anstieg bezwingst und der Triumph, der Dich dort oben erwartet, weil Du es ganz alleine geschafft hast und als Belohnung die rasante Abfahrt, bei der Du diesmal vielleicht noch etwas schneller bist und durch Deinen Mut, Deinen Grenzen verschiebst.

Meine Ziele:

Wenn ich eine längere Radausfahrt im Trainingsplan stehen habe, dann suche ich mir gerne ein Ziel aus. So bin ich beispielsweise letzte Woche zum Starnberger See gefahren, habe diesen umrundet, eine Kaffeepause gemacht und wieder nach Hause gefahren.

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Gerne fahre ich auch mal mit verschiedenen Radsportgruppen mit. (Davon gibt es gerade in München sehr viele.) Dabei steht die Geschwindigkeit nicht im Vordergrund, sondern der gemeinsame Spaß am Radfahren und immer eine schöne Tour.

Oftmals verbinde ich das Radfahren auch damit, FreundInnen zu treffen. Dann fährt man gemeinsam eine Tour oder eine RTF und es bleibt immer noch genug Zeit, auch beim Radeln miteinander zu quatschen und Spaß zu haben.

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Das Alltagsradeln verbinde ich immer mit einem Nutzen. Entweder die Fahrt zur Arbeit, zum Einkaufen oder sonstigen Erledigungen. Nachdem ich mein Auto verkauft habe, steige ich noch öfters und immer gerne aufs Rad, um irgendwohin zu kommen.

Manchmal, vorzugsweise im Winter oder in der Off-Season, fahre ich einfach mit dem Mountainbike los. Dann ohne Zweck und Ziel –  einfach raus in den Wald, in die Natur und lass mir den Wind um die Nase pusten. Da kann es auch gerne richtig kalt oder nass sein. Beim Mountainbiken macht mir das gar nichts aus.

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Mein Räder:

Wenn man Radfahren so liebt, wie ich, ist es klar, dass man zu seinen Rädern eine persönliche Beziehung aufbaut. Und so haben alle meine Räder Namen und ich stelle sie Euch kurz vor:

Herrmann

Er ist mein U-Bahnrad. Ein blauer Stahlrahmen und ein lila Einkaufskorb zeichnen ihn aus. Er hat schon ein paar Jahre auf den Felgen, aber ist immer zuverlässig und wartet an jeder U-Bahn-Station brav, bis ich wieder komme.

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Carla

Carla ist der Newbie in der Family. Sie ist mein erst ein paar Wochen altes Rennrad. Ein Giant TCR Advanced 2. Lange habe ich überlegt, ob ich es wirklich brauche und dann war es Liebe auf den ersten Tritt. Es musste unbedingt rot sein, weil rot meine Lieblingsfarbe ist und es fährt soooo toll. Mit Carla macht jeder Berg Spaß und sei er noch so steil. Ich denke, wir werden viel Spaß zusammen haben.

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Benni

Er ist mein Triathlonbike, ein Cannondale Slice, ebenfalls in rot/weiß, das ich mir vor einiger Zeit gebraucht zulegt habe. Nach dem Bikefitting passt es perfekt zu mir und wir können im Training und im Wettkampf so richtig Gas geben und reinhauen.

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Manni

Und dann ist da noch Manni, das Mountainbike; ein Scott Aspect 910, ebenfalls in neonrot/-orange. Zwei Wochen lang bin ich im Herbst an dem Schaufenster vorbeigefahren, bis wir endlich zueinander gefunden hatten. Den ausführlichen Bericht dazu findet ihr hier.

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Ich hoffe, Ihr konntet ein bisschen was von meiner Leidenschaft für das Radfahren spüren und habt genauso viel Spaß am Radfahren, wie ich. Und wenn nicht, dann probiert es einfach mal aus!